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DK178 - Dinge in Zeiten der Hitzewelle

Shownotes

DK178 - Dinge in Zeiten der Hitzewelle

Und: Wir wollen mehrSchatten!

"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

In Folge 178 wird es heiß. Nicht nur uns, sondern auch allen anderen Dingen: Handys, Autos, Fahrräder, Straßen, und so weiter. Was dann passiert und wie sich die Dinge um uns verhalten, wenn es heiß wird, diskutieren wir in der neuen Folge.

Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.

Heiße Sachen

Claudia gibt uns in dieser Folge einen kurzen Überblick über Dinge, die heiß werden. In einer Hitzewelle ist nicht nur die Luft heiß: Viele andere Sachen heizen sich noch viel weiter auf. Zum Beispiel unsere Handys. Oder Fahrradsättel und Autolenkräder, genau so wie die Straßen oder das Wasser in Gartenschläuchen. Unsere Welt ist nicht für solche Hitzewellen gemacht, wie sie die Klimakrise bringt und was das bedeutet, diskutieren wir in dieser Folge.

Bücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums”.

Das neue Buch der Science Buster heißt "AUS! - Die Wissenschaft vom Ende" und erscheint im Hanser Verlag. Tickets und Infos für die Live Show gibt es unter sciencebusters.at Live Shows Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025/2026 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.

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Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.

Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.

Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.

Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:

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Transkript anzeigen

Florian: Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise.

Florian: Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung jeden zweiten

Florian: Montag mit Claudia Frick.

Claudia: Und Florian Freistetter. Hallo.

Florian: Hallo. Wir sind bei Folge 178 und Folge 4 unserer Sommerfolgen.

Florian: Und ich glaube, jetzt sind wir schon kalendarisch irgendwo im August angelangt, oder?

Florian: Ja, Ende August. 31. August erscheint diese Folge heute.

Florian: Ach, da hat mein Vater Geburtstag. Guck an. Aber der August ist schon fast zu Ende.

Florian: Der Sommer wird noch ein bisschen dauern. Temperaturmäßig, phänologisch heißt das.

Florian: Und in der letzten Folge habe ich über den Mann gesprochen, der die Einkaufszentren

Florian: erfunden hat und der mit dieser Erfindung am Ende gar nicht so glücklich war,

Florian: weil er sich das alles ganz anders vorgestellt hat.

Florian: Denn er hat damals schon in den 1950er, 1970er Jahren sehr, sehr schlaue Ideen

Florian: gehabt, wie man Städte so gestalten kann, dass sie klimafreundlich sind,

Florian: obwohl es ihm damals nicht um Klimafreundlichkeit ging, sondern einfach nur um nette Städte.

Florian: Aber das wäre genau das, was wir heute brauchen, um Städte klimafreundlich zu

Florian: machen. Keine großen Einkaufszentren am Stadtrand und keine Gewerbegebiete, sondern andere Städte.

Florian: Und das hat Viktor Grün sich überlegt und in der heutigen Sommerfolge wird es

Florian: nochmal heiß, hast du gesagt.

Claudia: Ja, es wird heiß. Also hauptsächlich möchte ich über Hitze reden,

Claudia: weil es heiß war und heiß ist.

Claudia: Ich gehe davon einfach aus, dass es Ende August hier wahnsinnig heiß ist.

Florian: Ja, also es wird sicher die eine oder andere Hitzewelle nochmal durchgelaufen sein.

Claudia: Genau, ich war im Juni während der furchtbaren Hitzewelle tatsächlich im Norden

Claudia: von Deutschland unterwegs, am Meer allerdings. Also es war eigentlich ganz schön,

Claudia: aber es war ja unfassbar heiß und ich hatte das Problem und ich glaube,

Claudia: das kennen einige schon, dass mein Handy heiß gelaufen ist.

Florian: Oh ja, das kenne ich, aber ich habe es tatsächlich nicht erlebt,

Florian: weil ich mein Handy dann immer irgendwo hatte, wo es dann nicht so heiß geworden

Florian: ist. Aber ich kenne das zum Beispiel vom Fahrradfahren. Da habe ich mein Handy

Florian: oft am Lenker drauf montiert, so als Navigationsgerät und so.

Florian: Und da wird es dann doch ab und zu ein bisschen warm.

Claudia: Genau, wird ein bisschen warm. Und das, obwohl du hier beim Fahrradfahren natürlich

Claudia: eine super Ventilation hast.

Florian: Das auch, ja. Aber oft steht es ja auch mal, wenn ich Pause mache, eine halbe Stunde rum.

Claudia: Exakt, genau. Und tatsächlich gibt es das eben dann manchmal.

Claudia: Und ich war in der Innenstadt unterwegs. Wir saßen kurz und wollten uns erholen.

Claudia: Aber Handy, Sonne und so weiter.

Claudia: Da kam dann diese Hitzewarnung auf meinem Handy. Also das Gerät wird zu heiß.

Claudia: Und das hat nichts getan, außer da zu liegen.

Claudia: Und da habe ich mich dann gefragt, weil man merkt es ja auch.

Claudia: Ich weiß nicht, ob dir das zumindest auch schon mal passiert ist,

Claudia: dass du gemerkt hast, dein Handy wird irgendwie langsamer, wenn es heiß ist?

Florian: Ja, also mein Handy ist generell schrottig, weil ich ein schrottiges Handy habe, aber alles ist da.

Claudia: Gut, anderes Problem, aber genau, also meins tatsächlich wurde dann auch erstmal langsamer so.

Claudia: Und die Problematik, dachte ich mir, haben wir ja jetzt mit vielen Dingen in,

Claudia: unserem Leben, dass Dinge heiß werden und dadurch sie nicht mehr funktionieren

Claudia: oder kaputt gehen. Und ich habe mir kurz überlegt, ich will heute mal ganz kurz

Claudia: darüber reden, ab welchen Temperaturen bei uns eigentlich Dinge kaputt gehen

Claudia: oder nicht mehr funktionieren.

Claudia: Und fange beim Handy an, weil ich habe tatsächlich mal versucht zu recherchieren,

Claudia: was ist denn eigentlich so der Normalbereich für so ein Handy zum Funktionieren, temperaturmäßig.

Claudia: Also was sagen so Herstellende, wo läuft das Handy gut und das sind irgendwie

Claudia: so 0 bis 35 Grad, aber jetzt Handytemperatur, also nicht Lufttemperatur.

Claudia: Also wenn du jetzt draußen 35 Grad hast, ich glaube an dem Tag hatten wir 39 draußen.

Claudia: Kann dein Handy ja trotzdem 70 Grad werden zum Beispiel, wenn du es in die Sonne legst.

Florian: Ich habe gerade überlegt, ob das Handy innen drin wärmer oder kühler ist.

Florian: Weil bei Menschen ist es ja anders. Da hat es draußen 40 Grad.

Florian: Ich habe innen drin immer noch 37 Grad, hoffentlich. Genau.

Claudia: Ja, aber so ein Handy ist ja meistens schwarz, Bildschirm und so weiter.

Claudia: Und das heizt sich auf. Und meistens nutzt man es ja auch noch.

Claudia: Also das kommt dann noch hinzu und dann wird es ja auch ein bisschen warm.

Claudia: Wenn man da irgendwie drauf spielt, dann erst recht.

Claudia: Und das kann dann schon sein, wenn du so ein Handy einfach in die Sonne legst,

Claudia: dass tatsächlich die Temperaturen da drin, also innen an deinem Handy steigen, so auf die 60 Grad.

Florian: Das ist schon warm. Also ich meine, du wirst das gleich alles erzählen,

Florian: weil du hast das recherchiert, aber da sind ja auch Dinge drin,

Florian: die wärme nicht so gut vertragen, so Akkus zum Beispiel.

Claudia: Exakt. Und dein Akku, so ein Lithium-Ionen-Akku oder was man da auch immer so

Claudia: drin hat, die nehmen ab 35 Grad schon andere Eigenschaften an.

Claudia: Also weil die sind ja so chemische Akkus und deren Alterung beschleunigt sich

Claudia: zum Beispiel ab 35 Grad. Also, dass Handy-Akkus heute schlechter sind als früher,

Claudia: gefühlt, könnte vielleicht auch daran liegen, dass sie ja anderen Temperaturen ausgesetzt sind.

Claudia: Ich will das nicht als Pauschalaussage so stehen lassen, aber ist natürlich

Claudia: auch ein Faktor, dass sie jetzt Temperaturen mitmachen müssen, die viel höher sind.

Claudia: Wenn ich an meinen Auto-Akku denke, von meinem E-Auto, da ist eine andere Range

Claudia: von Hitze möglich, aber trotzdem...

Claudia: Das ist auch Leistungsproblem. Und auch dein Handyakku wird ab 35 Grad nicht

Claudia: mehr ganz, oder ich glaube, ab 40, 45 Grad, habe ich gefunden,

Claudia: wird deine Kapazität einfach sinken von deinem Handyakku.

Claudia: Und das ist jetzt, wenn du das Handy in die Sonne legst und da kommen 60 Grad,

Claudia: absolut der Fall. Und 60 Grad sind auch der kritische Bereich.

Claudia: Also da fangen interne Komponenten langsam an zu schmelzen oder sich zu verformen

Claudia: oder zu lösen. Also da gehen Dinge kaputt.

Claudia: Also Leute, nicht euer Handy in die pralle Sonne legen. Nicht gut.

Claudia: Bitte auch nicht, nächster Punkt, ins Auto legen.

Florian: Oh ja.

Claudia: Das in der Sonne steht.

Florian: Gar nichts ins Auto legen, was in der Sonne steht.

Claudia: Das Auto am besten gar nicht in die Sonne stellen. Aber das Auto ist halt ein

Claudia: echter Backofen. Da wird es locker 70 Grad drin.

Claudia: Also das erreicht 70 Grad mit Einfachheit, wenn man es in die pralle Sonne stellt.

Claudia: Weil es sich ja einfach wirklich aufhält. Wenn ihr ein schwarzes Auto habt,

Claudia: geht es ja noch schneller.

Claudia: Und ich meine, da ist dann ein Handy wirklich gefährdet.

Claudia: Also Handy im Auto lassen bei Hitze, ohne dass da irgendwie die Klimaanlage

Claudia: irgendwie an ist. Also wenn man da drin ist und die Klimaanlage ist dann kein

Claudia: Problem. Aber wenn man es einfach drin lässt, wenn man aussteigt,

Claudia: das auf keinen Fall machen. Geht zurück und holt das Handy.

Claudia: Aber da habe ich mir dann halt auch gedacht, das Problem habe ich jetzt tatsächlich

Claudia: relativ häufig, dass ich eben in der Sonne irgendwie parken muss.

Claudia: Also mein Parkplatz hier vor vom Farmhaus, wenn ich hier los will,

Claudia: da ist kein Schatten jetzt in der Form.

Claudia: Und das Lenkrad wird auch richtig heiß.

Claudia: Also die können schon so auch ihre 70 Grad erreichen, wenn du da so deine Hände

Claudia: drauflegst. Und die speichern ja auch die Wärme wirklich besonders gut.

Claudia: Ein Lenkrad ist ja immer schwarz, also in der Regel.

Claudia: Und das Gleiche gilt natürlich auch, wenn du so Ledersitze hast.

Claudia: Ich meine, nicht so viele Autos haben jetzt die, ist ein Luxusproblem vielleicht,

Claudia: so Leder- oder Plastiksitze zu haben. Die haben ein ähnliches Problem.

Claudia: Ich weiß nicht, hattet ihr früher, ich kann mich daran erinnern,

Claudia: in der zweiten Klasse der Bahn auch so Plastiksitze?

Florian: Ich weiß nicht, wo die Bahn, aber ich erinnere mich, dass es solche Sitze gab.

Claudia: Ja, also die kann ich mich aus meiner Kindheit und Jugend noch erinnern,

Claudia: so rote Plastiksitze in Zügen, wo wir dann immer schon die Oberschenkel festgeklebt haben.

Claudia: Das mag unangenehm gewesen sein, allerdings wenn man da denkt,

Claudia: das hat dann irgendwie so 70 Grad, das wird schon echt, echt übel.

Claudia: Und Fahrradsättel übrigens genau das gleiche. Wenn du so einen Fahrradsattel

Claudia: hast, der ist ja jetzt nicht in einem Auto, sondern du stellst dein Fahrrad

Claudia: in der Sonne ab, das Ding kann dir mit 70, 80 Grad unter dem Hintern glühen,

Claudia: wenn du dich da einfach draufsetzt. Da drohen Verbrennungen.

Florian: Genau.

Claudia: Aufpassen. Gibt natürlich Möglichkeiten, das zu verhindern. Also ich habe auch

Claudia: schon überlegt, irgendwie mir so einen dünnen Überzug übers Lenkrad zu ziehen,

Claudia: dass der dann halt aus Stoff ist und hell.

Claudia: Aber da muss man erst mal dran denken und machen.

Claudia: Und für einen Sattel ähnlich. Also kannst du dir da so einen Überzug machen,

Claudia: den du dann abziehst, bevor du dich draufsetzt.

Florian: Kommt drauf an, wie du jetzt genau Fahrradfährst unterwegs bist,

Florian: aber oft hat man ja auch irgendwie so eine Trinkflasche mit dabei,

Florian: dann kann man es mit Wasser ein bisschen kurz abkühlen oder so.

Claudia: Das geht auch, genau. Bitte nicht mit dem Handy, aber beim Sattel,

Claudia: genau, das würde auch funktionieren. Also sowas muss man sich halt schon jetzt

Claudia: überlegen, wenn man im Sommer mit Fahrrad oder Auto oder irgendwie unterwegs ist.

Claudia: Auch das Hinsetzen auf Bänke und Stühle, die im Freien in der Sonne stehen.

Claudia: Eigentlich sollte man generell nicht in der Sonne sitzen.

Florian: Wenn man es vermeiden kann.

Claudia: Genau, sollte man es ohnehin lassen. Aber manchmal muss man sich halt einfach

Claudia: setzen, um sich kurz auszuruhen, vorher mal mit der Hand testen,

Claudia: bevor man sich draufsetzt.

Claudia: Und gerade so Metallbänke, Deutschland ist ganz groß mit Metallbänken. Ist das bei euch so?

Florian: Ja, ja, da haben wir auch so Metallbänke, gibt es jede Menge,

Florian: Steinbänke, Holzbänke. Aber wir haben viele Metallbänke auch.

Florian: Ich glaube, wir haben, das ist eine anekdotische Evidenz, ich glaube,

Florian: wir haben noch einen Überhang an Holzbänken so gefühlt.

Florian: Aber Metallbänke sehe ich auch immer öfter, gerade an so Bahnhöfen und sowas.

Claudia: Ja, exakt, genau. Und da muss man halt echt aufpassen, wenn da die Sonne drauf knallt.

Claudia: Also Holzbänke sind ideal, wenn ihr euch irgendwie ausruhen möchtet und müsst,

Claudia: schaut nach einer Holzbank. Das ist deutlich sicherer als alles andere und man

Claudia: kann sich sofort setzen.

Claudia: Ansonsten muss man sich halt was unterlegen. Ich meine, man hat meistens ja kurze Hosen an.

Claudia: Oder ein Rock und dann hat man... Ja, und dann das nächste Problem,

Claudia: das hatten wir ja jetzt auch schon im Juni hier in Deutschland.

Claudia: Ich glaube, bei euch ist, ihr seid noch verschont geblieben, ist natürlich Asphalt.

Florian: Ja, nee, wir hatten auf der Autobahn der Hitzewelle auch Sperren.

Florian: Ich weiß nicht, wo genau, aber ich kann mich in den Nachrichten erinnern,

Florian: dass tatsächlich Teile der Autobahn irgendwo in Österreich gesperrt wurden,

Florian: weil ja Schäden im Asphalt durch die Hitze waren.

Claudia: Ja, genau. Also es gibt verschiedene Arten, wie da Schäden entstehen können.

Claudia: Also zum Beispiel dadurch, dass dieser Bestandteil im Teer, wie heißt der?

Claudia: Ich weiß nicht, wie man ihn ausspricht.

Florian: Bitumen.

Claudia: Bitumen, genau. Dass der ja schon so ab 40 bis 60 Grad anfängt,

Claudia: weich zu werden und dann eine Spurrillen leichter entstehen und so.

Claudia: Was ja alles schon einfach möglich ist. Also 40 bis 60 Grad wieder die Temperatur

Claudia: des Materials. Bei 25 Grad Lufttemperatur erreicht der Asphalt der Teer schon 50 Grad.

Claudia: Also ist easy. Bei 30 Grad Lufttemperatur kommst du schon auf 60.

Claudia: Und da wird es dann eben wirklich weich und formbar. Und bei 40 Grad,

Claudia: wo wir jetzt ja dran waren, da kommst du da auch schon mal so auf 70 bis 80 Grad.

Claudia: Nicht gut. Weder, also nochmal, nicht nackte Füße.

Claudia: Hundefoten, Leute. Mit Hunde und Tieren wirklich ist ein Problem.

Claudia: Also wenn man mit den Tieren da drüber läuft, muss man sich vielleicht doch

Claudia: überlegen, ob man im Sommer den Tieren einem Hund die Schuhe anzieht.

Claudia: Sorry, ich finde es ein bisschen absurd, aber Schutz ist Schutz.

Florian: Ja, meine Hundehaltung ist generell schwierig, weil ganz oft wäre es gescheitert,

Florian: wenn man mit dem Hund nur irgendwie früh, morgens, spät abends rausgeht.

Florian: Aber ein Hund ist halt ein Hund und kein Mensch. Also der kriegt dann auch die

Florian: Krise, der Hund, wenn der den ganzen Tag zu Hause rumsitzen muss.

Florian: Das ist ja auch nicht artgerecht für einen Hund, wenn der den ganzen Tag in

Florian: der Wohnung sitzt und nicht raus darf. Denn der muss ja aufs Klo auch mal.

Claudia: Nicht alle haben einen Garten, wo sie einfach die Tür aufmachen können und der

Claudia: Hund landet direkt auf dem Garten, sondern manche müssen halt erstmal über eine

Claudia: Straße, um überhaupt irgendwo hinzukommen, wo der Hund eine Grünfläche hat.

Claudia: Also da muss man sich dann schon überlegen, wie geht man damit um?

Florian: Skateboarder für Hunde.

Claudia: Sind die nicht, ah ja gut, wenn die nicht in der Sonne waren,

Claudia: dann ja, irgendwas muss man sich ausdenken.

Claudia: Auf jeden Fall ist es eine Sache, die man vielleicht ernst nehmen sollte und

Claudia: da dachte ich, das erwähne ich auch nochmal, aber genauso kann natürlich sein,

Claudia: dass so Schäden entstehen, die durch so Blow-Ups, also wo der Teer so aufplatzt.

Claudia: Also da wölben sich so gerade diese alten, älteren Autobahnabschnitte.

Claudia: In Deutschland haben wir noch Beton, so Betonplattenautobahnen.

Claudia: Die können dann auch aufbrechen bei der Hitze. Also dann hast du richtig aufgebrochene Straße aufbrechen.

Claudia: Die da so aufgeplatzt ist. Das ist auch super gefährlich natürlich.

Claudia: Da ist dann jetzt weniger das Weichwerden als die Betoneigenschaft der Ausdehnung

Claudia: und so weiter das Problem.

Florian: Ja gut, was genau die Straße kaputt macht, die Metaile ist ja egal,

Florian: ist auf jeden Fall kaputt.

Claudia: Ja und immer dran denken, da fahren ja auch noch Autos drüber,

Claudia: die die Straße ja auch aufheizen. Also gerade wo du viel LKW-Karkehr hast oder

Claudia: so, das ist ja alles eine zusätzliche Belastung. Also nicht nur Verformung,

Claudia: sondern auch so Brüche sind möglich.

Claudia: Ja, also ich habe mich da reingesteigert in diese Temperatursachen,

Claudia: weil ich mir so dachte, diese Temperaturen erreichen wir halt heute einfach easy, alle.

Florian: Ja, es gibt eine Geschichte, ich weiß nicht, ob du die noch vorbereitet hattest.

Florian: Wenn man sich dann abkühlen möchte und man hat vielleicht einen Garten,

Florian: dann kann man ja sich mit dem Gartenschlauch ein bisschen abspritzen.

Claudia: Ja, das geht.

Florian: Ja, aber da habe ich jetzt auch, das ist offensichtlich, wie ich dann herausgefunden

Florian: habe, etwas, was immer wieder mal vorkommt und immer wieder mal erzählt wird.

Florian: Aber ich habe es in der aktuellen Hitzewelle auch gelesen in den Nachrichten,

Florian: du kannst dich da tatsächlich verbrühen.

Florian: Weil wenn da jetzt das Wasser im Schlauch ist, und der Schlauch ist ja dann

Florian: oft irgendwie so dunkel gefärbt, das sind ja keine weißen Gartenschlecher,

Florian: die warten normalerweise, sondern eher dunkle, grün, schwarz, blau oder sowas.

Florian: Und dann heizt sich das teilweise auf bis zu 70 Grad auf.

Florian: Und das ist ja für den Erwachsenen schon heiß, Kinder oder auch Kleinkinder,

Florian: wenn du die so denkst, jetzt spritze ich die ein bisschen ab,

Florian: oder vielleicht machen die das auch selber, die werden dann massiv verbrüht.

Florian: Und das passiert immer wieder. Ich habe jetzt gerade mal schnell geschaut,

Florian: ich habe jetzt spontan solche zwei Schlagzeilen gefunden, dass es dieses Jahr

Florian: im Juni schon passiert ist bei Hitzewellen und in den vergangenen Jahren auch.

Florian: Also ja, das merkt man auch nicht immer. Der fängt ja nicht zum Brodeln,

Florian: zum Zischen an, der Gartenschlauchsen an.

Florian: Da kommt dann einfach extrem heißes Wasser raus. Und das kann schnell gehen.

Florian: So ein paar halbe Stunde, Stunde reicht schon, um das Wasser wirklich auf über

Florian: 50 Grad oder bis, wenn es da ein paar Stunden liegt, dann haben wir auch 70 Grad.

Florian: Und das ist gerade für Kinder halt wirklich gefährlich. Also auch da muss man aufpassen.

Claudia: Ja, total. Genau. Also unsere Welt ist nicht für diese Temperaturen gebaut,

Claudia: in der wir leben. Da könnte man ja zum Beispiel mit...

Claudia: Weißen Wasserschläuchen schon ein bisschen was verbessern. Also nicht,

Claudia: dass man das Problem gelöst bekommt, aber es wäre besser.

Claudia: Ebenso wie hier Gleise. Also ich weiß, du hast es in Deutschland wahrscheinlich

Claudia: mitbekommen, dass sich diese Fugenmasse an den Gleisen abgelöst hat.

Claudia: Oder auch Bahngleise, wirklich von der Bahn haben ja eine Belastung.

Claudia: Die kann man weiß streichen.

Claudia: Also in anderen Ländern der Welt macht man das schon, damit die sich eben nicht

Claudia: so schnell so sehr aufheizen.

Claudia: Das ist auch keine Komplettlösung, aber es macht es ein bisschen besser.

Claudia: Ich wollte gerade sagen, hilft es, wenn man ein weißes Handy hat.

Florian: Ich habe keine Ahnung.

Claudia: Ich glaube nicht. Bildschirm ist ja immer noch da. Aber wahrscheinlich hat auch

Claudia: das einen leichten Einfluss. Also unsere Welt fängt an, nicht mehr zu funktionieren

Claudia: bei diesen hohen Temperaturen, die wir jetzt einfach nonchalant im Juni erreichen.

Claudia: Ja. Und eins muss ich noch sagen.

Claudia: Also ich habe mir fast die Füße auf dem Sand verbrannt.

Florian: Gut, aber das ist etwas, das ist mir als Kind auch schon passiert.

Florian: Also das, das sage ich dann, das war früher auch so, aber es ist jetzt heute häufiger so.

Florian: Es ist heute häufiger so. Ich weiß nicht, der speichert, glaube ich,

Florian: die wärme so gut, der heizt jetzt vielleicht.

Claudia: Der speichert die extrem gut und er wird jetzt halt noch deutlich heißer.

Claudia: Also ich habe, früher war das so, du bist da so drüber gelaufen und so, ha, ha, ha, ha, ha.

Claudia: Es tat echt weh, bist dann so drüber gehüpft und bist dann von dem,

Claudia: vielleicht vom Deich bis zum Meer gerannt.

Claudia: Also ich musste jetzt zwischendrin mehrfach bei fremden Leuten kurz unterm Schirm

Claudia: anhalten, weil es mir wirkt, also das Brandblasengefahr, also das war richtig

Claudia: krass, das hatte ich auch noch nicht und tatsächlich wird Sand locker 80 Grad warm.

Claudia: Also heiß, das war nicht mehr warm, das ist heiß. Das ist echt mega gefährlich.

Florian: Apropos heiß und mega gefährlich, das passt jetzt auch nicht zum eigentlichen

Florian: Thema, aber ich habe nebenbei aus Zufall noch einen Tab offen gehabt,

Florian: wo Google Maps offen war von Frankreich und dann habe ich gesehen,

Florian: da ist so ein komisches Feuersymbol, was ist denn das?

Florian: Und anscheinend gibt es jetzt irgendwie bei Google Maps ein Overlay,

Florian: Waldbrände und dann schalte ich die ein.

Florian: Ich zähle hier 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 in Spanien, 1, 2, 3, 4, 5 in Frankreich,

Florian: 1, 2, 3, 4 in Italien, Balkan, überall. Also ich habe jetzt gar nicht mehr reingezoomt,

Florian: da kommen noch mehr raus, aber überall hier. Also es schaut sehr gut.

Florian: Eine schweres Feuer, geschätzte Brandfläche. Finde ich jetzt gerade erschreckend.

Florian: Das gibt, wissen wir ja, aber jetzt hier das so als Karten auf der Karte zu sehen.

Claudia: Das ist nochmal was anderes. Das ist wirklich, ja, es gibt tatsächlich Waldbrände und Luftqualität.

Claudia: Kann ich auch noch nicht. Ja, in der Nachbarschaft von meinen Eltern gab es

Claudia: auch einen Waldbrand bei der Hitze.

Claudia: Und die mussten das gesamte Nachbardorf komplett evakuieren.

Claudia: Also in Deutschland, mitten im Waldgebiet, wo es eigentlich noch verhältnismäßig kühl ist.

Claudia: Ja, es kommt sehr nah mittlerweile.

Florian: Ja, die Welt ist heiß und wird es eine Zeit lang bleiben, zumindestens bis der

Florian: Herbst und der Winter kommt. Aber auch dann wird sie heißer sein,

Florian: als sie sein sollte. Das wird so schnell nicht verschwinden und wir müssen schauen,

Florian: wie wir damit klarkommen.

Florian: Was die Welt noch heißer machen könnte, zumindestens zeitweilig,

Florian: das wird das Thema in der nächsten und letzten Sommerfolge sein.

Florian: Da habe ich wieder klassisch klimawissenschaftlich ein Thema mitgebracht,

Florian: wo ich gedacht habe, das können wir auch mal kurz und knackig in einer Folge erklären.

Florian: Und wenn ihr wissen wollt, was es ist, dann müsst ihr in 14 Tagen zuhören.

Florian: Dann kommt die letzte Sommerfolge, bevor dann wieder normale Folgen weitergehen.

Florian: Und eure Erfahrungen mit der Hitze könnt ihr uns schreiben unter podcast.klima.fm.

Florian: Informationen zur Folge, Shownotes und so weiter und alles andere zum Podcast.

Florian: Unterstützungsmöglichkeiten findet ihr auf dasklima.fm.

Florian: Und die nächste Folge von Das Klima findet ihr in 14 Tagen auf der Podcast-Applikation

Florian: eurer Wahl. Bis es soweit ist, verabschieden wir uns und sagen Tschüss.

Claudia: Tschüss.

Claudia: Perfekt. Weißt du, was ich noch vergessen habe zu erzählen, was mir jetzt erst

Claudia: einfällt, das habe ich gar nicht recherchiert, Bücher sollten auch nicht in der Hitze rumliegen.

Florian: Ja, ja, ja, nix sollte in der Hitze rumliegen, aber Bücher auch nicht.

Claudia: Ja, ja, also die Idealtemperatur in Bibliotheken liegt ja irgendwie gleich zwischen

Claudia: 18 und 26 Grad oder so, also wärmer sollte es auf keinen Fall werden und irgendwie ab 40, 50 Grad,

Claudia: Aufheizung am Buch hast du dann wirklich, fallen dir da auch langsam die Seiten

Claudia: raus, die Bindung hält dann, die Klebebindung hält dann nicht mehr so.

Florian: Ja, die Frage, was mit e-Buchs ist, aber...

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