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DK174 - Fußball in Gefahr

Shownotes

DK174 - Fußball in Gefahr

Und: Wer macht die ersten Klima-Fangesänge?

"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

In Folge 174 geht es um Fußball. Der Bericht “Pitches in Peril” hat untersucht, wie die Klimakrise den Fußball beeinflussen wird. Von der Weltmeisterschaft bis hin zu den Bolzplätzen sieht es schlecht aus für die Zukunft des Sports. Und auch die Fans haben die Lage noch nicht wirklich erkannt.

Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.

Pitches in Peril

Aktuell ist die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in vollen Lauf und es ist das schmutzigste Turnier aller Zeiten

Dass die Klimakrise auch für den Fußball relevant ist, hat der Bericht Pitches in Peril mehr als deutlich herausgestellt. Dort, wo jetzt gerade die WM ausgetragen wird, wird man 2050 nur noch in wenigen Stadien sicher Fußball spielen können. Dasselbe gilt auch für die vielen kleinen Fußballplätze überall auf der Welt. Und die Fußballfans merken zwar jetzt schon den Einfluss, den die Klimakrise auf ihren Sport hat - verbinden die Probleme aber noch nicht mit dem Klima. Klar ist nur: Wenn auch in den nächsten Jahrzehnten Fußball so gespielt werden soll wie jetzt, muss sich etwas ändern.

Bücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums”.

Das neue Buch der Science Buster heißt "AUS! - Die Wissenschaft vom Ende" und erscheint im Hanser Verlag. Tickets und Infos für die Live Show gibt es unter sciencebusters.at Live Shows Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025/2026 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.

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Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.

Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.

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Transkript anzeigen

Claudia: Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise.

Claudia: Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung jeden zweiten

Claudia: Montag mit Florian Freistetter.

Florian: Und mit Claudia Frick.

Claudia: Hallo.

Florian: Hallo. Wir reden heute über ein Thema, das alle interessiert, behaupte ich.

Florian: Behauptet auch die Wissenschaft. Zumindest habe ich das übergelesen.

Florian: Aber zuerst erzählst du uns noch, was wir in der letzten Folge gemacht haben.

Claudia: Ja, wir haben über ein Thema geredet, das deutsche Politik nicht gut findet.

Claudia: Im Gegensatz zu dem, worüber du heute redest, wir haben nämlich über Post-Growth

Claudia: geredet, also was machen wir eigentlich, wenn Wirtschaftswachstum nicht mehr

Claudia: funktioniert, nicht mehr da ist oder uns tatsächlich einfach auch schadet oder

Claudia: zukünftigen Generationen schadet.

Claudia: Und wie kann man das eigentlich angeben? Also wie können wir unser Wohlbefinden

Claudia: sichern als Menschheit und gleichzeitig nicht unseren Planeten zerstören?

Claudia: Wichtige Frage und eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.

Florian: Definitiv. Und heute geht es ja um ein Thema, das auf den ersten Blick ein bisschen anders klingt.

Florian: Ein Thema, das jetzt nicht unbedingt so nach Wissenschaft klingt und auch nicht

Florian: nach Klimawissenschaft klingt, aber tatsächlich ein Thema, das sich am Ende

Florian: als interessant herausgestellt hat.

Florian: Vor allem ein Thema, das ich deswegen auch dann tatsächlich genommen habe für die Folge,

Florian: weil ich es aus wissenschaftskommunikatorischer Sicht interessant fand und auch

Florian: gerne deine Meinung dazu gehört hätte, was du sagst, ob das sinnvoll ist,

Florian: auf diese Art und Weise über Klimawissenschaft zu reden.

Florian: Wir reden über das Thema, über das jetzt sowieso aktuell gerade alle reden.

Florian: Wenn diese Folge erscheint, sind wir gerade mittendrin, ich glaube ziemlich

Florian: exakt bei der Hälfte der Fußball-Weltmeisterschaft.

Florian: Die läuft jetzt schon zwei Wochen und sie wird noch zwei Wochen laufen.

Florian: Alle schauen zu, auch die, die am Anfang gesagt haben, sie boykottieren das

Florian: wegen USA und Trump und so weiter. Die haben wahrscheinlich auch schon aufgegeben

Florian: mittlerweile und schauen sich das an. Also wird das ein Thema sein,

Florian: das viele interessiert. Viele werden sich auch denken, was, warum hier Fußball?

Florian: Das ist doch Klimapodcast. Warum reden wir jetzt über Fußball?

Florian: Keine Sorge, das wird gleich klar werden, warum wir das tun.

Florian: Und wir hatten ja sogar schon mal eine Sportfolge. Ich habe mal vor zwei Jahren

Florian: oder sowas eine Folge gemacht.

Florian: Da ging es aber allgemein um Sport. Da haben wir über olympische Spiele geredet

Florian: und auch Fußball und Radfahren waren noch dabei.

Florian: Aber jetzt gibt es eine Folge ausschließlich über die Fußball-Weltmeisterschaft bzw.

Florian: Stimmt auch nicht ausschließlich über die Fußball-Weltmeisterschaft.

Florian: Denn ich fange zuerst mit dem an, was wahrscheinlich die meisten schon wissen, die sich mit

Florian: Fußball und Klima beschäftigen, nämlich dass die Fußball-Weltmeisterschaft,

Florian: die jetzt gerade läuft, das schmutzigste Turnier aller Zeiten ist.

Florian: Also es ist wirklich die klimaschädlichste Weltmeisterschaft,

Florian: die bis jetzt stattgefunden hat.

Claudia: Hat das einen besonderen Grund oder ist das schlicht, weil wir im Moment am

Claudia: meisten Dreck auspusten?

Florian: Sowohl als auch. Also es hat einen besonderen Grund. Ich verlinke eine Studie

Florian: oder einen Bericht von einer Organisation, Scientists for Global Responsibility.

Florian: Und die haben letztes Jahr schon eine Studie rausgebracht, wo sie entsprechend

Florian: Fußball-Weltmeisterschaften unter die Lupe genommen haben und geschaut haben,

Florian: was die so für CO2-Ausstoß haben.

Florian: Und typischerweise, das sind so die Turniere der letzten Jahre,

Florian: so von Anfang des Jahrtausends bis 2022, typischerweise hast du bei der Fußball-Weltmeisterschaft

Florian: so Emissionen von 4,7 Millionen Tonnen CO2.

Florian: Das ist jetzt nicht wenig, aber es ist auch verglichen mit dem,

Florian: was danach kommt, weniger, als man denken würde.

Florian: Typischerweise hast du Stadionbau. Du musst ja, wenn du so eine Fußball-Weltmeisterschaft

Florian: machst, wie sie zum Beispiel im 2022, glaube ich, war es in Katar,

Florian: musst du ja überall neue Fußballstadien hinbauen, weil die hatten ja vorher keine.

Florian: Also da geht natürlich sehr viel CO2 drauf. Dann müssen...

Florian: Dass Mannschaften, Fans und alle dahin fliegen normalerweise.

Florian: Und je nachdem, wie groß das Land ist, wo es stattfindet, muss man auch noch

Florian: im Land hin und her fliegen.

Florian: Da geht was drauf und dann gibt es noch so Diverses.

Florian: Und auf die drei spaltet sich das auf.

Florian: Und jetzt, wo sie in Nordamerika stattfindet, die Fußball-Weltmeisterschaft,

Florian: was sie ja tut, in den USA, Mexiko und Kanada, muss man keine neuen Fußballstadien bauen.

Florian: Und darum sagen auch alle, die gerne sagen wollen, dass das alles nicht so schlimm

Florian: ist, sagen ja, die WM ist so super nachhaltig jetzt, weil man keine neuen Stadien bauen muss.

Florian: Tatsächlich ist in dieser neuen Studie, also in dieser Studie,

Florian: die die Emissionen unter die Lupe nimmt, der Beitrag für Stadiobau auch gleich null.

Florian: Allerdings gehen 7,8 Millionen Tonnen

Florian: CO2 für Flüge drauf, weil diese Weltmeisterschaft ja wirklich auf drei.

Florian: Länder, auf einem ganzen Kontinent ausgebreitet ist und die halt von Mexiko

Florian: nach Kanada und hin und her und in den USA hin und her fliegen.

Florian: Also da wird ständig hin und her geflogen in dieser Weltmeisterschaft,

Florian: sowohl von Mannschaften als auch von Fans.

Florian: Das heißt, diese Flüge machen diese Weltmeisterschaft zum schmutzigsten Fußballturnier aller Zeiten.

Florian: Das ist wirklich der Hauptteil. Also die 7,8 und dann hast du noch 1,2 Millionen

Florian: Tonnen Diverses, was anfällt. Aber du bist halt jetzt bei der WM bei 9 Millionen

Florian: Tonnen CO2. Und das ist viel.

Claudia: Ja, schon.

Florian: Fast doppelt so hoch wie das, was früher kam. Und dann hast du noch so andere nette Extras.

Florian: Hauptsponsor ist unter anderem Saudi Aramco, das umweltschädlichste Unternehmen der Welt.

Florian: Die sind Hauptsponsor der Fußball-WM.

Claudia: Amazing.

Florian: Also es ist die schmutzigste Weltmeisterschaft aller Zeiten und es wird nicht viel besser werden.

Florian: Die nächste Weltmeisterschaft, die 2030 stattfindet, die ist nicht nur auf einem ganzen Kontinent.

Florian: Die ist diesmal gleich auf drei Kontinenten, haben sie sich gedacht.

Florian: Machen wir das mal. Die ist in Spanien, Marokko, Uruguay und ich glaube noch

Florian: ein zweites südamerikanisches Land. Also wirklich in Südamerika, Afrika und Europa.

Florian: Da wird auch viel geflogen und du kommst dann da auf sechs Millionen Tonnen

Florian: CO2, also auch über dem Durchschnitt.

Florian: Und warum hat man gleich drei Kontinente genommen? 2030, weil es bei der FIFA

Florian: so Regeln gibt, dass wenn ein Kontinent dran war, dann ist der mal gesperrt

Florian: für zwei Turniere, bevor er wieder dran war.

Florian: Und mit dieser Fußball-Weltmeisterschaft, die jetzt auf drei Kontinenten ist,

Florian: hast du für 2034 sowohl Europa gesperrt, als auch Afrika, als auch Südamerika

Florian: und mit der WM von jetzt Nordamerika auch.

Florian: Das heißt, es bleibt nur noch Ozeanien und Asien übrig als Austragungsland.

Florian: Und passenderweise hat sich schon lange Saudi-Arabien beworben und denen kann

Florian: man es jetzt nicht mehr verwehren, weil alle anderen Kontinente sind quasi gesperrt

Florian: und Australien als Ozeanin wollte keine Weltmeisterschaft machen.

Florian: Also findet die WM 2034 in Saudi-Arabien statt.

Florian: Da müssen wieder jede Menge neue Stadien gebaut werden. Es muss wieder sehr

Florian: viel geflogen werden und die prognostizieren einen CO2-Ausstoß von 8,6 Millionen

Florian: Tonnen. Also auch wieder knapp am aktuellen Rekordwert.

Florian: Also Fußball wird immer schmutziger. Das ist so das Fazit zur Einleitung.

Claudia: Entschuldigung, meine Hände sind, also ich habe jetzt schon einen Double Face

Claudia: Palen und ich liege mit beiden Händen auf meinem Gesicht, also mit meinem Gesicht

Claudia: auf beiden Händen auf dem Schreibtisch.

Florian: Ja, also das wäre schon mal ein Grund, um über die Fußball-Weltmeisterschaft

Florian: im Klimakontext zu sprechen. Ist aber nicht jetzt der Grund,

Florian: warum ich heute über das Ding spreche.

Claudia: Okay, jetzt hast du mich. Worüber dann?

Florian: Über einen Report, der gerade pünktlich zur WM und wahrscheinlich absichtlich

Florian: pünktlich zur WM erschienen ist.

Florian: Dieser Report heißt Pitches in Peril, also frei übersetzt Fußballplätze in Gefahr.

Florian: Und keine Sorge, ich rede jetzt nicht eine halbe Stunde lang darüber,

Florian: dass das Gras schlecht wächst, wenn es heiß wird, obwohl wir das auch tun werden,

Florian: aber es ist ein sehr schöner oder interessanter Report.

Florian: Man kann den Report öffnen, wenn ihr in den Shownotes auf den entsprechenden

Florian: Link klickt Oder wenn ihr einfach Pitches in Peril irgendwo eingibt,

Florian: dann kommt ihr zu einem Report. Das ist, ich sage es gleich zu Beginn,

Florian: es ist keine wissenschaftliche Studie, was wir da jetzt lesen werden.

Florian: Es ist kein wissenschaftliches Paper.

Florian: Es ist mehr so ein Report, ein Policy Paper, wenn man so will.

Florian: Ist von drei Organisationen erstellt.

Florian: Einmal von Football for Future, glaube ich, heißen die.

Florian: Also halt Leute, die sich mit Fußball beschäftigen, aber denen auch die Zukunft

Florian: wichtig ist und die Umwelt wichtig ist und Nachhaltigkeit wichtig ist.

Florian: Dann ist Common Goal eine Organisation, die das mitgemacht hat.

Florian: Common Goal kannte ich auch nicht. Das ist auch so eine globale Organisation.

Florian: Die halt ja in allen möglichen Ländern aktiv ist, auch in Deutschland,

Florian: die Fußball nutzen, um diverse soziale Projekte zu unterstützen.

Florian: Kann man auch anklicken, da gibt es auch eine schöne Weltkarte auf Common Goal,

Florian: wo man schauen kann, was die denn so alles machen, beschäftigen sich.

Florian: Mit allem, mit Sozialen, mit Inklusion, mit Rassismus, mit Diskriminierung und

Florian: so weiter und nutzen halt das Instrument Fußball, um da entsprechend irgendwie was zu machen.

Florian: Die sind mit dabei und dann gab es noch Jupiter Intelligence,

Florian: das ist so eine Datenwissenschaftsaufbereitungsfirma, die haben halt dann die

Florian: wissenschaftlichen Klimadaten bereitgestellt und aufbereitet.

Florian: Das sind die drei Organisationen, die diesen Bericht erstellt haben und worum

Florian: geht es in dem Bericht? Worum geht es dabei? Es geht um die Frage...

Florian: Wie Fußball einerseits durch die Klimakrise gefährdet wird und wie Fußball dabei

Florian: helfen kann, die Klimakrise zu bewältigen.

Florian: Und das klingt jetzt ein bisschen komisch, wie soll Fußball da was machen können.

Florian: Aber auch wenn wir zwei jetzt nicht die großen Fußballfans sind,

Florian: es gibt doch ein paar auf der Welt. Also es gibt schon viele Leute auf der Welt,

Florian: die sich für Fußball interessieren.

Claudia: Fußball hat großen Einfluss, also auch auf Menschen und wie sie sich verhalten.

Florian: Genau und sie schreiben in dem Bericht 5 Milliarden Fans, das bezweifle ich

Florian: ein bisschen, bezweifle es nicht, aber das ist eine Zahl, die stammt von der FIFA selbst.

Florian: Das sind die Menschen, die bei der letzten Fußball-Weltmeisterschaft irgendwie

Florian: interagiert haben mit dem ganzen Ding.

Florian: Also würden wir jetzt auch dazuzählen, weil wir interagieren auch gerade mit

Florian: der Fußball-Weltmeisterschaft.

Florian: Aber wir können auf jeden Fall sagen, die Anzahl der Menschen,

Florian: die wirklich sich für Fußball hart interessieren, wird auf jeden Fall so in

Florian: die Milliardengröße gehen.

Florian: Und das sind halt sehr, sehr viele. Und wenn man sich anschaut,

Florian: was Menschen, die wirklich, wirklich große Fußballfans sind,

Florian: für die ist das etwas, was auch ihr Leben beeinflusst. Die richten ihr Leben

Florian: nach dem Fußball zum Teil auch aus.

Florian: Das heißt, es ist eine sehr, sehr große Kraft, die das Leben der Menschen gestalten kann.

Florian: Und wenn man diese Kraft irgendwie einsetzen könnte, dass man das Leben eben

Florian: auch nachhaltig gestaltet, dann kann Fußball tatsächlich was machen.

Florian: Und dieser Bericht, Pitches in Peril.

Florian: Wer will das erreichen? Und ich weiß nicht, ob du die PDF-Datei schon aufgemacht hast, das Bericht.

Claudia: Ja, habe ich.

Florian: 96 Seiten und allein beim ersten Blick, wenn du so ein bisschen durchscrollst,

Florian: wirst du schon sehen, das schaut nicht so aus wie die Berichte,

Florian: die wir bis jetzt uns so angeschaut haben.

Claudia: Nee, das Design ist schon anders.

Florian: Es ist ein sehr, sehr unwissenschaftliches Design, wenn man so will.

Florian: Also natürlich, wir haben auch da Diagramme drin und sowas, aber es ist schön

Florian: gemacht. Man kann darüber streiten, ob es jetzt gut oder schlecht designt ist,

Florian: aber es ist definitiv anders als dieses wissenschaftliche Paper-Design.

Florian: Wir haben Farben, wir haben Bilder, es ist alles schön strukturiert.

Florian: Es gibt wirklich viele Bilder, es gibt unterschiedliche Schriftarten,

Florian: unterschiedlich gestaltet und auch inhaltlich, so wie die Inhalte aufbereitet

Florian: sind, ist es anders gestaltet.

Florian: Also wenn du jetzt gleich mal hier so anschaust auf Seite 8 ist das beziehungsweise

Florian: Seite 9 im PDF, da ist so eine Zeitreihe, wo einfach nur quasi mal so ein Überblick

Florian: ist, was im Klima so passiert.

Florian: Und da schreiben sie halt zum Beispiel, 1992 ist da markiert,

Florian: seit der junge Lionel Messi seinem lokalen Club Grandoli beigetreten ist,

Florian: hat die Arktis drei Millionen Quadratkilometer See-Eis verloren.

Florian: Eine Fläche ungefähr so groß wie Argentinien, also da wo Messi herkommt.

Claudia: Es ist eine coole Darstellung, finde ich. Man muss auch dazu sagen,

Claudia: dass man nebendran sein Gesicht sieht.

Florian: Genau, er schaut auch recht böse dran. Das hängt mit Grund wahrscheinlich,

Florian: weil so viel Eis gespolst ist.

Florian: Also das sind halt die klassischen Klima-Meilensteine, wenn man so will,

Florian: im Fußballkontext aufbereitet.

Florian: Ja, 2014, die zehn wärmsten Jahre der Aufzeichnung sind alle aufgetreten,

Florian: seit Mario Götze das Siegestor für Deutschland beim 2014 Fußball-WM-Finale geschossen hat.

Florian: Wer sich noch erinnert damals, ich habe das sogar live gesehen damals,

Florian: als Deutschland-Weltmeister wurde in Brasilien. Und seit damals haben wir die

Florian: zehn wärmsten Jahre. Und das gab nur zwölf Jahre seit damals.

Claudia: Stimmt.

Florian: Also man merkt schon, wer die Zielgruppe ist, dieses Bericht.

Florian: Es sind jetzt keine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder vielleicht

Florian: die auch, weil sie werden sich auch für Fußball interessieren,

Florian: aber es sind tatsächlich Menschen, die sich für Fußball interessieren.

Florian: Und deswegen diesen Bericht gibt es auch, der ist auch deswegen so gemacht,

Florian: der ist jetzt nicht nur rein elektronisch, den gibt es auch als Buch.

Florian: Als Heft, sodass man ihn halt überall auf Fußballplätzen und so weiter auslegen

Florian: kann, verteilen kann und so.

Florian: Also es sind wirklich Menschen, die sich für Fußball interessieren, das Ziel.

Florian: Und es geht jetzt auch nicht nur um diesen Elite-Fußball. Es geht jetzt nicht

Florian: nur um die Ebene FIFA, UEFA, Deutscher Fußballbund und so weiter,

Florian: sondern das werden wir dann auch später noch entsprechend sehen.

Florian: Es geht wirklich auch um Fußball auf dem Level, auf dem er halt wirklich stattfindet,

Florian: wenn er aktiv stattfindet und nicht nur als Zuschauersport stattfindet.

Florian: Es geht um die Vereine überall auf der Welt, die da sind und was die beitragen

Florian: können, beziehungsweise wie die auch betroffen sind, weil die sind ja genauso betroffen.

Florian: Es ist ja nicht nur irgendwie das große Fußballstadion irgendwo in einer Hauptstadt,

Florian: das vielleicht durch irgendwelche Klimafolgen so betroffen wird,

Florian: dass man nicht mehr Fußball spielen kann. Das gilt noch viel mehr für die ganzen

Florian: kleinen Plätze, wo halt die Leute überall auf der Welt spielen.

Florian: Und das ist auch ein Teil. Das heißt, diese Arbeit hat drei Teile.

Florian: Zuerst haben sie mal angeschaut, alle 16 Stadien, wo aktuell gerade die Weltmeisterschaft stattfindet.

Florian: Und haben geschaut, wo sind die und wie sind so die Klimaprognosen für die Zukunft.

Florian: Wird man da in Zukunft noch Fußball spielen können? Welche Gefahren gibt es

Florian: da? Was kann da passieren, dass an diesen Orten nicht mehr der Sport ausgeübt werden kann?

Florian: Und dann haben sie sich noch die zukünftigen Fußball-WM-Austragungsorte angeschaut.

Florian: Einmal eben Madrid in Spanien und einmal Saudi-Arabien, weil das sind die beiden

Florian: Länder, wo in Zukunft Fußball gespielt wird in der Weltmeisterschaft.

Florian: Und dann eben noch sogenannte Grassroot-Pitches, haben sie es genannt.

Florian: Also die Dorffußballplätze, wenn man so will. Also wirklich diese...

Florian: Fußballplätze, wo in jedem Dorf, jeden Wochenende alle möglichen Menschen Fußball spielen.

Florian: Zwar auch mit Anspruch auf Resultate, aber halt in irgendeiner Liga,

Florian: wo man halt jetzt ja nicht damit rechnet, dass man eine Million kriegt,

Florian: wenn man da von einer Mannschaft zu anderen wechselt oder sowas.

Florian: Also wirklich so die Dorfvereine. So Kreisliga.

Florian: Genau. Und das ist was ganz anderes als das, was da bei dieser Weltmesserschaft stattfindet.

Florian: Ich war auch erst am Wochenende wieder in meinem Heimatdorf,

Florian: bei meinem Heimatfußballverein.

Florian: Der spielt in der zweiten Klasse Wachau-Donau. Das ist die niedrigste Klasse,

Florian: in der man in Österreich Fußball spielen kann.

Florian: Also hat den Vorteil, man kann nicht absteigen, wenn man dort spielt.

Florian: Das ist schon mal ein guter Vorteil, aber es ist halt so ein kleiner Fußballplatz

Florian: und auch da sind trotzdem, da sind trotzdem in dem Dorf wohnen, was wohnen da?

Florian: 200.000 Leute und es sind halt dann trotzdem oft mal 300 Leute am Fußballplatz.

Florian: Ich habe da schon extrem interessante Gespräche geführt über Solarkraftwerke

Florian: auf der Kantine vom Fußballplatz und so weiter und solche Sachen.

Florian: Also da wird auch drüber geredet und da macht man sich auch Sorgen und da wird

Florian: auch drüber nachgedacht, wie das funktioniert in Zukunft, ob man den Platz noch

Florian: irgendwie bewässert bekommt und ob man da noch Fußball spielen kann.

Florian: Also da passiert auch sehr viel. Und da haben sie sich solche Fußballplätze

Florian: angeschaut und geschaut, was passiert da in Zukunft.

Florian: Und was sie auch gemacht haben, sie haben Umfragen gemacht. Sie haben Fußballfans

Florian: befragt über ihre Einstellung zur Klimakrise, was sie davon wissen,

Florian: was sie davon halten, was sie denken, was gemacht werden könnte und so weiter.

Florian: Und am Ende haben sie nochmal zusammengefasst, weil es soll ja auch irgendwie

Florian: lösungsorientiert sein, Empfehlungen für alle, die irgendwo im Fußball aktiv

Florian: sind, wie man denn umgehen kann mit der Klimakrise.

Florian: Ich fand es wirklich interessant, wie sie es aufgemacht haben,

Florian: weil die halt wirklich probiert haben, möglichst nah immer am Thema Fußball

Florian: zu sein, auch was die Sprache angeht.

Florian: Also ein Beispiel, das musste ich als Nicht-Fußball-Fan googeln,

Florian: warum das so heißt, also warum das da steht. Ein Satz, ich zitiere jetzt mal auf Englisch.

Florian: Der heißt, if we are to successfully tackle climate change, we need the values

Florian: and beliefs that football can give us.

Florian: Und ein Value und Belief war, no hope is lost until the final whistle.

Florian: Even in extra time, just ask Sir Alex Ferguson.

Florian: Habe ich gegoogelt, wer Alex Ferguson war, ein Fußballtrainer anscheinend,

Florian: der berühmt dafür war, dass seine Mannschaft immer in der Nachspielzeit oder

Florian: kurz vor Schluss noch die entscheidenden Treffer gemacht hat.

Florian: Und genauso, sagen sie, können wir vielleicht noch in der Nachspielzeit der

Florian: Klimakrise die entscheidenden Treffer landen, wenn wir es so machen wie Alex Ferguson.

Florian: Das ist eine Metapher, die geht an mir vorbei, aber für Fußballfans ist die

Florian: vielleicht sehr interessant, diese Metapher. Und die können wir damit anfangen.

Florian: Ja, du anscheinend nicht, aber...

Claudia: Ja, ich habe gerade überlegt, aber so nein.

Florian: Das ist der Bericht und den kann man jetzt so durchscrollen, wenn man das möchte.

Florian: Ich sage eines Dinge davor noch, was wichtig ist, wenn man den Bericht verstehen

Florian: will, die Klimaprognosen, auf die sie dann alle spätere stützen,

Florian: die sind natürlich wissenschaftlich, das sind die Prognosen,

Florian: über die wir auch schon gesprochen haben, als wir den,

Florian: Sachstandsbericht durchbesprochen haben und so weiter, da haben wir über die

Florian: ganzen Zukunftsszenarien gesprochen und sie haben sich vor allem konzentriert

Florian: in dem Fall auf diese Shared Socioeconomic Pathway Szenario,

Florian: das wir immer das Schlechteste genannt haben.

Florian: Das ist weiter so wie bisher Szenario.

Florian: Und das ist das Szenario, was jetzt ein bisschen in Rente geschickt worden ist

Florian: vor kurzem, falls du dich erinnerst, das in den Nachrichten gelesen zu haben.

Florian: Das werde ich jetzt hier nicht alles ausführen, weil die Leute,

Florian: die den Podcast hören, wissen, dass das Quatsch ist, was da überall in den diversen

Florian: sozialen Medien zu lesen war, wo Leute erzählt haben, die Klimakrise ist abgeschafft,

Florian: der IPCC hat gesagt, es wird alles nicht schlimm und so weiter.

Florian: Oder ja, nein, man hat nur festgestellt, dass ein Szenario, nicht eine Vorhersage,

Florian: sondern ein Szenario, wo man gesagt hat,

Florian: die Welt wird weiter so fossil voranschreiten, wie es in der Vergangenheit passiert

Florian: ist, hat man festgestellt, nein, ganz so schlimm wird es offensichtlich doch

Florian: nicht, was nicht heißt, dass es nicht doch schlimm wird.

Florian: Aber man hat quasi das schlimmstmögliche Szenario, das man bisher gehabt hat,

Florian: hat man jetzt gesagt, das nehmen wir jetzt nicht mehr als Referenz her,

Florian: weil offensichtlich haben wir in den letzten Jahren doch ein bisschen mehr gemacht,

Florian: als dieses schlimmstmögliche Szenario vorausgesetzt hat.

Florian: Also hat man das jetzt illustriert. Also das, was jetzt im Folgenden kommt,

Florian: das ist quasi so eine Obergrenze für das, was passieren könnte, aber vermutlich

Florian: keine ganz falsche Darstellung, weil es ist ja nicht so, als hätten wir da jetzt

Florian: die Kehrtwende gemacht in Sachen Klimakrise und in Sachen fossiler Energie.

Florian: Und wer weiß, wenn die Politik so weitermacht, wie sie aktuell weitermacht,

Florian: wollen ja überall neue Gaskraftwerke bauen und Trump will neues Öl bohren und

Florian: so weiter, dann wird es vielleicht doch nochmal wieder relevant, dieses Szenario.

Claudia: Ja, ja, gut. Aber ich finde es ja, ich meine, eigentlich ist es was Positives,

Claudia: dass es jetzt nicht mehr relevant war, aber ja, genau, genau.

Florian: Also, was haben Sie gemacht? Sie haben einmal drei Grenzwerte oder drei Kategorien

Florian: definiert, wie man in Zeiten der Klimakrise Fußball spielen kann,

Florian: in Abhängigkeit des Platzes oder des Ortes, wo gespielt wird.

Florian: Und die erste Kategorie, die ist logischerweise playable. Also man kann einfach

Florian: so spielen, wie man jetzt auch Fußball spielen kann. Zweite Kategorie ist disrupted.

Florian: Das heißt, man kann schon noch Fußball spielen an diesem Ort,

Florian: aber nur mit Vorkehrungen.

Florian: Ja, also man muss vielleicht eben so Pausen einlegen, zusätzliche Pausen,

Florian: dass die Leute sich abkühlen können, dass sie was trinken können.

Florian: Man muss vielleicht Anstoßzeiten, Ankickzeiten verschieben. Nicht mehr da,

Florian: wo man sonst gespielt hat, sondern man muss das irgendwie viel früher oder viel später machen.

Florian: Man muss vielleicht irgendwie auch anders spielen. Man kann dann nicht mehr

Florian: mit der körperlichen Intensität spielen, mit der man normalerweise gespielt

Florian: hätte, sondern muss sie ein bisschen zurückhalten. Also das wäre disrupted.

Florian: Man kann schon spielen, aber nicht mehr so wie früher.

Florian: Und dann logischerweise dritte Kategorie, unspielbar. Also man kann nicht mehr

Florian: spielen. Es ist einfach nicht mehr sicher für die Spielenden,

Florian: für die Offiziellen, für die Fans und so weiter.

Florian: Man kann da nicht mehr hingehen, weil es eine Gefahr ist.

Claudia: Ja, man fällt um, Hitze, Schlaf, whatever. Genau.

Florian: Also das sind die drei Kategorien, die Sie untersucht haben.

Florian: Und die Kriterien dafür, die sind ja natürlich Umwelteinflüsse,

Florian: also Windgeschwindigkeit.

Florian: Wenn es ordentlich stürmt, dann gibt es Probleme.

Florian: Und die Temperatur, das hattest du in der vorletzten, vorverletzten Folge.

Florian: Dieses Thema, wenn es zu heiß wird und vor allem, wenn die berühmte Wet Bulb

Florian: Temperature, die Feuchtkugeltemperatur, also die Kombination aus Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Florian: Wenn die einen gewissen Wert überschreitet, dann kann man durch Schwitzen nicht mehr abkühlen.

Florian: Dann überhitzt man und dann stirbt man im schlimmsten Fall.

Florian: Du hast damals ein Konzept vorgestellt, wie man das jetzt neu betrachtet.

Florian: Das ist da noch nicht inkludiert. Sie haben gesagt, wenn diese Red Bulb Temperature

Florian: 32 Grad überschreitet, also nicht die Lufttemperatur, sondern eine Kombi aus

Florian: Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Florian: Wenn das 32 Grad überschreitet, dann muss man auf jeden Fall Pausen einlegen.

Florian: Und alles über 35 Grad, Webbulb-Temperature ist dann nicht mehr spielbar in

Florian: deren Kategorisierung.

Florian: Niederschlag ist natürlich auch eine Kategorie, die da einfließt,

Florian: ob man spielen kann oder nicht.

Florian: Weil ja, wenn du so ein Starkregen hast oder Überschwemmung,

Florian: ja, dann brauchst du auch nicht mehr spielen.

Florian: Und dann gibt es auch noch diverse Dinge, die abseits des Platzes selbst stattfinden.

Florian: Es muss nicht alles direkt am Fußballplatz sein, sondern kann auch abseits sein.

Florian: Ja, kann Wald brennen, ja, wenn links und rechts der Wald brennt und alles, dann ist es auch blöd.

Florian: Dann kannst du im simpelsten Fall einfach nicht mehr hinfahren ins Stadion.

Florian: Im schlechtesten Fall hast du halt irgendwelche Rauchwolken und weiß Gott was

Florian: alles, was da ist. Dürre Perioden sind blöd, weil Fußball spielt bei immer noch

Florian: auf Rasen. Und die rasen sowohl in den großen Stadien als auch auf den Dorfplätzen.

Florian: Die brauchen Wasser, weil sonst vertrocknet dir das. Du hast einen erhöhten

Florian: Wasserbedarf und das sieht man jetzt schon.

Florian: In den Hitzewellen, die wir jetzt dieses Jahr schon gehabt haben,

Florian: gab es schon die ersten Diskussionen. In diversen Kommunen dürfen die Leute

Florian: ihre privaten Pools befüllen, dürfen sie ihren Rasen bewässern,

Florian: weil sonst geht uns das Wasser aus und das wird dann etwas, was auch fürs Fußball interessant ist.

Florian: Energie, Kühlung, große Stadien, wo zehntausende Menschen drin sitzen,

Florian: die müssen auch irgendwie kühlen, selbst wenn es irgendwie Open Air ist,

Florian: muss man es trotzdem irgendwie kühlen, weil sonst fallen die Leute um.

Florian: Also das sind alles Dinge, die abseits des Platzes relevant sind.

Florian: Die Ergebnisse kann man sich dann anschauen. Sie haben das für jedes einzelne

Florian: Stadion genau beschrieben. Das ist jetzt vielleicht für uns,

Florian: für den Podcast ja nicht interessant. Wir müssen jetzt nicht der Reihe nach

Florian: alle Fußballstadien durchgehen.

Florian: Aber man kann sich eine Übersicht für das Ganze auf Seite 34 des PDFs anschauen.

Florian: Wenn du da draufklicken willst, siehst du halt so eine Tabelle. Da sind

Florian: die ganzen Stadien aufgeführt, wo Fußball gespielt wird während der Weltmeisterschaft

Florian: und die diversen Kategorien immer im Vergleich 2025, also letztes Jahr, zu 2050.

Florian: Das ist immer die Prognose, wie wird es 2050 sein?

Florian: Und jetzt mal ganz allgemein, 14 der 16 Stadien, wo jetzt Fußball gespielt wird,

Florian: für die wird prognostiziert, dass da eben diese 32 Grad Red Bulb Temperature überschritten wird.

Florian: Das heißt, das ist eben genau die Grenze, wo man eben in diesen Disrupted Bereich

Florian: kommt, wo man dann wirklich eben nicht mehr so Fußball spielen kann wie normal.

Florian: Und elf von den 16, da gibt es die Vorhersage, dass 2050 auch dieses 35 Grad

Florian: Temperaturlevel überschritten wird, wo es einfach nicht mehr spielbar ist.

Claudia: Ja, das ist ja echt krass.

Florian: Ein Drittel, ein Drittel der Stadien bis 2050 werden so viel Wasser brauchen,

Florian: dass der Bedarf nicht mehr gestillt werden kann.

Florian: Also der Wasserbedarf dieser Stadien, um dort Fußball spielen zu können,

Florian: wird die Nachfrage des vorhandenen Wassers überschreiten bei einem Drittel.

Claudia: Ja, vor allem, wenn es dann auch noch mit AI-Rechenzentren konkurriert.

Florian: Genau. Und sechs der 16 Stadien, da sagt die Prognose, da wird es Überflutungen

Florian: geben von ein bis zwei Meter, wenn du so ein 100-Jahres-Event,

Florian: Sturm-Event hast, die ja auch immer häufiger werden.

Florian: Also die sind dann auch massiv von Überflutungen getroffen. Also wie gesagt,

Florian: wer wirklich sich sehr stark für Fußball interessiert und genau wissen will,

Florian: kann auf der Übersicht das alles anschauen. Da ist es ja genau aufgeschlüsselt,

Florian: nicht nur in Zahlen, sondern auch schön farbcodiert.

Florian: Wo man sieht, orange, rot, grün. Und es ist sehr, sehr viel orange und es ist

Florian: sehr, sehr viel rot in dieser Sache.

Florian: Vancouver ist, glaube ich, noch gut. Vancouver, da gibt es keine Veränderung

Florian: von 2025 bis 2050. Da läuft es noch gut. Überraschenderweise auch das Estadio Aztecaf Mexico City.

Florian: Habe ich mir auch gedacht, Mexiko. Aber ja, die liegen, glaube ich, recht hoch.

Florian: Ich glaube, das ist das, was da relevant ist. Aber alle anderen Stadien,

Florian: ich glaube, nein, hier noch, Siertel geht auch noch.

Florian: Auch Seattle hat nur einen zusätzlichen Tag, wo diese Temperatur 32 Grad Feuchtkugeltemperatur

Florian: übersteigt. Aber ansonsten bleibt in Seattle auch alles gleich.

Florian: Also das sind, glaube ich, die einzigen drei Stadien.

Florian: Wo alles so bleibt in der Prognose wie bisher Vancouver, Seattle und Mexico

Florian: City und alle anderen, gerade sowas Miami zum Beispiel, Miami oder Houston,

Florian: da ist ganz dramatisch der Anstieg.

Florian: Da wird man sehr, sehr schlecht Fußball spielen können in Zukunft.

Florian: Und was für Fußball gilt, bevor jetzt, wenn jetzt hier Amerikanerinnen und Amerikaner

Florian: zuhören, gilt für Football genauso und für Baseball.

Claudia: Ich wollte gerade sagen, die anderen Sportarten haben eine ähnliche Problematik.

Claudia: Vor allem, weil auch die Stadien ja häufig auch für verschiedene Dinge genutzt

Claudia: werden oder ein Stadion für eine andere Sportart direkt daneben ist,

Claudia: weil es logistisch auch Sinn macht.

Florian: Wie schaut es für die zukünftigen Weltmeisterschaften 2030 und 2034 aus?

Florian: Kann man sich natürlich auch anschauen. Da steht, wo habe ich gesagt,

Florian: habe ich nicht aufgeschrieben, auf welcher Seite, aber gibt es auch,

Florian: mache ich jetzt nicht im Detail, im Wesentlichen wird es auch nicht super.

Florian: Also das kann man sich auch denken.

Florian: Da wird auch all diese ganzen Extremwetterereignisse, die wir da haben,

Florian: mehr Hitze, mehr Dürre, mehr Hitzetage, mehr Sturmtage, mehr höhere Windgeschwindigkeit

Florian: und so weiter. Auch das ist alles ein Problem.

Florian: Auch das wird in den zukünftigen Weltmeisterschaften nicht besser werden.

Florian: Interessant fand ich den Teil für die kleinen Fußballplätze und auch da haben

Florian: sie sich nicht einfach irgendwelche kleinen Fußballplätze ausgesucht weil da

Florian: gibt es ja wirklich viele ich glaube allein in Österreich hast du ein paar tausend.

Florian: Gibt es zumindest das Hobby der Groundhopper? Hast du das gewusst, dass es sowas gibt?

Claudia: Nein.

Florian: Das sind Leute, die halt möglichst viele Fußballplätze abfahren,

Florian: natürlich irgendwie um dort ein Match zu sehen. Also,

Florian: Wie gesagt, das kannst du halt jetzt nicht nur die großen Stadien,

Florian: sondern wirklich alle. Aus irgendeinem Grund folge ich einem davon auf Facebook.

Florian: Und das ist halt wirklich lustig, was da für Fotos sind. Also du glaubst gar

Florian: nicht, was es da für komische Fußballplätze gibt auf der Welt in den unteren

Florian: Ligen. In Österreich irgendwelche Alpenplätze, wo links und rechts gigantische Berge sind.

Florian: Oder der halbe Platz dann irgendwie von Fels an der Seite abgetrennt ist und so.

Claudia: Wie cool. Ja stimmt, sowas hat mir in meinem Juni-Hammert auch.

Florian: Also es gibt viele, viele Fußballplätze. Also wenn du wirklich alle Dorfplätze

Florian: und die ganzen Kreisliga und Zweite-Klasse-Vereine mit dazu nimmst,

Florian: dann hast du allein in Österreich schon irgendwie ein paar Tausend Fußballplätze.

Florian: Und Österreich ist ein kleines Land und in Europa und anderswo wird viel Fußball gespielt.

Florian: Also es gibt viele Plätze, die diese Kategorie erfüllen, der Grassroot-Location,

Florian: wie sie es genannt haben. Sie haben 18 genommen und zwar 18,

Florian: wo berühmte Fußballer ihre Karriere begonnen haben. Auch da,

Florian: damit man wahrscheinlich wieder ein bisschen einen Bezug dazu hat,

Florian: warum man die gerade genommen hat.

Florian: Also sie haben halt geschaut, wo haben Leute eben wie Lionel Messi und so weiter,

Florian: die ganzen anderen, ich kenne jetzt keine aktuellen Fußballstars,

Florian: darum bringt es nichts, wenn ich den Namen jetzt aufzähle, aber.

Florian: Die haben halt die Plätze genommen, wo die ihre ersten Fußballspiele gespielt

Florian: haben und geschaut, wie schaut es denn da aus.

Florian: Weil natürlich die großen Stadien, die stehen halt oft auch in großen Städten.

Florian: Und große Städte haben andere Klimabedürfnisse als vielleicht ja die am Dorf irgendwo.

Florian: Das heißt, es macht durchaus auch Sinn, sich das anzuschauen.

Florian: Und auch da gibt es eine Übersicht auf Seite 59, wenn man sich die anschauen

Florian: will. Die schaut genauso aus wie die bei den anderen.

Florian: Da kann man sich auch wieder anschauen. Ja, und da ist es noch ein bisschen

Florian: schlechter, was diese Stadien angeht. Da ist fast alles rot und gelb.

Florian: Da gibt es eigentlich kein Stadion, keinen Platz, wo man genauso weiterspielen kann in Zukunft.

Florian: Wie man es bis jetzt gemacht hat. Und das ist natürlich jetzt auch ein Problem

Florian: jetzt nicht nur für Leute, die gern Fußball schauen und die gern halt zu Fußball-Weltmeisterschaften

Florian: fahren würden, um sich das anzuschauen oder halt.

Florian: Fans, die halt ins Stadion gehen, sondern diese Plätze, das ist da,

Florian: wo manche würden sagen, der echte Fußball stattfindet, der nicht so durch die

Florian: Korruption der großen Organisationen irgendwie schon kaputt gemacht worden ist,

Florian: sondern da findet auch das Soziale statt.

Florian: Das sind halt die Jugendlichen, die Kinder, die halt da irgendwie was machen,

Florian: anstatt irgendwie Blödsinn anderswo zu machen.

Florian: Da trifft sich die Dorfgemeinschaft oder sowas. Also wenn das wegfällt,

Florian: dann fällt auch ein großer sozialer Ort weg für ganz viele Kommunen, Gemeinden.

Florian: Und das ist halt blöd, wenn das auch betroffen ist.

Florian: Und auch da, wie gesagt, ich könnte jetzt auch wieder die ganzen Zahlen aufzählen.

Florian: 67 Prozent, zwei Drittel dieser Cressroot-Locations, die Sie angeschaut haben,

Florian: werden in Zukunft diese Tage mit über 35 Grad Feuchtkugeltemperatur erreichen,

Florian: wo du halt einfach nicht mehr draußen auf einem Fußballplatz sein solltest,

Florian: weil es extrem gesundheitsgefährlich ist. Also zwei Drittel davon.

Florian: Und extreme Hitzetage wird es einen Anstieg von 150 Prozent geben und so weiter.

Florian: Hohes Risiko für Dürre, Wasser, Verbrauch und so weiter, fast die Hälfte davon.

Florian: Also auch da gibt es dieselben Probleme wie anderswo, aber es gibt nicht das

Florian: Geld wie anderswo, um diese Probleme irgendwie in den Griff zu kriegen.

Florian: Also das ist schon etwas, wo ich sage, es macht wirklich Sinn,

Florian: diesen Bericht dann tatsächlich auch auf die Art zu machen, weil mit diesem

Florian: Bericht kriegt man dann vielleicht auch die Leute auf das Thema aufmerksam gemacht,

Florian: die sich vielleicht noch nicht dazu beschäftigen.

Florian: Wenn du halt sagst, ja, du bist jetzt hier jedes Woche auf dem Fußballplatz,

Florian: das ist dein Hobby, du spielst da in der Kreisliga-Mannschaft oder du bist Trainer,

Florian: bist irgendwie Spielerin, sonst irgendwie was oder einfach nur Fan.

Claudia: Sozialer Treffpunkt.

Florian: Und das ist dann einfach weg, ja.

Florian: Da kann man dann, wenn man so einen Bericht in der Form macht,

Florian: vielleicht die Leute auch ein bisschen aufmerksam machen, vor allem,

Florian: weil es diese Aufmerksamkeit tatsächlich braucht.

Florian: Das haben die in der Umfrage herausgefunden, die sie gemacht haben.

Florian: Also sie haben da vor allem jetzt mal Leute befragt aus den Austragungsländern USA, Kanada, Mexiko.

Florian: Umfrage Detail steht auch in den Berichtrennen, also repräsentativ online und so weiter.

Florian: Und 91 Prozent der Fans sagen einmal, ja, sie unterstützen prinzipiell,

Florian: dass Fußballspieler und Fußballspielerinnen sich öffentlich über die Klimakrise

Florian: äußern. Das ist ja auch etwas, was interessant ist, weil oft sagt man,

Florian: ja, die sollen sich zu nichts äußern.

Florian: Ja, genau, sagt man hier nicht so politisch.

Florian: Aber 91 Prozent der Fans sagen, ja, wir fänden es okay, wenn die was sagen.

Florian: Und was auch interessant ist, ich habe jetzt hier ganz Nordamerika,

Florian: ich habe es jetzt nicht aufgespalten, die Zahlen nach den einzelnen Ländern.

Florian: Wir schauen uns das ganze Nordamerika an.

Florian: Überall die Fußballfans sind schon besorgt, was Klimakrise angeht.

Florian: Für 16 Prozent ist es eine ihrer Top 3 Besorgnisse. Nein, wie heißt das?

Florian: Concern? Wie heißt das auf Deutsch? Nicht Besorgnis.

Claudia: Bedenken?

Florian: Bedenken, ja, die sie haben. Auch hier Frauen und jüngere Fans sind eher besorgt als ältere Männer.

Florian: Aber was ich interessant fand, ist, dass den Leuten tatsächlich das Risiko bewusst

Florian: ist, vor allem weil sie es schon erleben.

Florian: Also man erlebt das ja schon. Es ist ja nichts, was in Zukunft kommt.

Florian: Wir haben auch jetzt schon Spielabbrüche, weil es nicht mehr spielbar ist.

Florian: Es gibt jetzt schon irgendwie Einschränkungen durch Kühlungspausen,

Florian: durch Trinkpausen. Wir haben jetzt schon Fußballplätze, wo das Gras verdorrt,

Florian: weil kein Wasser mehr da ist. Also das gibt es alle schon.

Florian: Und die Fans und auch die Spielenden erleben das jetzt schon.

Florian: Aber, und das ist der Punkt, es fehlt noch die Verbindung zur Klimakrise.

Florian: Also man erlebt zwar hier, der Platz ist schlecht, es ist so heiß,

Florian: wir können nicht mehr spielen, aber die Verbindung zwischen dem und der Klimakrise, die fehlt.

Florian: 48 Prozent aus Mexiko, 36 Prozent aus den USA, 31 Prozent aus Kanada der Fans

Florian: jeweils sagen, sie haben sich überlegt, wie Klimakrise Fußball betreffen könnte.

Florian: Und nur 39 beziehungsweise 32 oder 29, also grob im Drittel der Fans sagen,

Florian: sie haben sich überlegt, wie Klimakrise Fußball betreffen könnte.

Florian: Sie haben Klimakrise als Risiko für Fußball betrachtet.

Florian: Also nur ein Drittel der Fans haben die Klimakrise als Risiko fürs Fußball,

Florian: für ihren Sport auf dem Schirm, womit wir, und da steht auch im Bericht,

Florian: einen neuen Gap gefunden haben, nämlich den Climate Football Perception Gap.

Claudia: Okay, ja gut.

Florian: Die Fans spüren die Symptome, aber sie nennen nicht den Namen.

Florian: Fans feel the symptoms, but do not name the cause.

Claudia: Aber sie wissen den Kurs und sie nehmen ihn nur nicht? Also sie benennen ihn

Claudia: nicht oder sie nehmen ihn vielleicht auch gar nicht wahr?

Florian: Ich glaube eher letzteres. Weil wie gesagt, in der Umfrage zumindest haben halt

Florian: nur grob ein Drittel gesagt, ja, Klimakrise ist ein Risiko für den Fußball.

Claudia: Ja, okay.

Florian: Warum die anderen das nicht in der Umfrage gesagt haben, weiß ich jetzt nicht.

Florian: Also ob sie es entweder nicht sagen wollten oder ob sie es nicht gewusst haben.

Florian: Aber auf jeden Fall gibt es eben hier dieses Problem, die Leute,

Florian: die sich mit Fußball beschäftigen, sehen,

Florian: Da ist was, aber sie verbinden es nicht mit dem, was es verursacht.

Florian: Und das ist etwas, was halt irgendwo ein bisschen gemacht werden muss.

Florian: Nun haben Sie ja noch abgefragt, wie so die Akzeptanz für Klimamaßnahmen und

Florian: so weiter ist. Die ist relativ groß.

Florian: Also es ist jetzt eher allgemein, jetzt nicht so konkrete Maßnahmen abgefragt.

Florian: Also allgemein wirklich so die, um die zwischen 85 und 92 Prozent sagen,

Florian: ja, Maßnahmen fänden wir gut. Also man sollte was tun im Wesentlichen.

Florian: Da kriegt man leicht Unterstützung für sowas.

Florian: Aber wenn man ein bisschen genauer fragt, die mit Dekarbonisierung.

Claudia: Ja, das wäre jetzt meine Frage. Was kann man denn da so machen?

Florian: Wir haben gefragt, was haltet ihr von Dekarbonisierung? In den USA nur noch

Florian: 53 Prozent der Fans unterstützen das.

Claudia: Ja, klingt auch ein bisschen...

Florian: Nature-based solutions, hat man auch abgefragt. Was halten die Leute davon? 40 Prozent grob.

Florian: Die wollen, dass man in nature-based solutions investiert. Climate Justice.

Florian: 46 Prozent der mexikanischen Fans sagen, ja, wir sollten Climate Justice durchsetzen.

Florian: Alle anderen Länder waren noch drunter. Am wenigsten überraschenderweise,

Florian: oder eigentlich nicht überraschenderweise, am wenigsten Unterstützung hatte

Florian: die Option Plant-Based Food Options in den Fußballstadien.

Florian: Ah ja. Ist irgendwie 29 Prozent in Kanada, 25 Prozent in den USA.

Florian: Also die Sojawurst im Stadion ist anscheinend nicht populär.

Florian: Obwohl andererseits, ich weiß jetzt, ich weiß jetzt, ich war schon lange ein

Florian: großes Fußballstadion mehr. Wenn du den Leuten da einfach irgendwie da die Sojabratwurst

Florian: reinschmeißt und nichts dazu sagst, kriegt wahrscheinlich keiner mit.

Claudia: Ja, und ich meine irgendwie, wahrscheinlich können sich demnächst sowieso niemand

Claudia: mehr Fleisch leisten. Also naja.

Florian: Genau, aber du hast vorhin nach Solutions gefragt.

Claudia: Ja.

Florian: Haben sie auch ein paar Informationen dazu gebracht, kann man sich im Bericht

Florian: alles detailliert durchlesen.

Florian: Aber sie haben es in mehrere Kategorien aufgeteilt, wirklich eben von Elite-Fußball

Florian: bis ganz runter zum Dorf-Fußball.

Florian: Und zuerst haben sie gesagt, ja klar, für die, die ganz oben sind,

Florian: die Governing Buddies des Fußballs, also sowas wie die FIFA und die UEFA.

Florian: Was sollen die machen? Die sollen gescheit werden, vereinfacht gesagt,

Florian: also commit to net zero bis 2040.

Florian: Sie sollen nachvollziehbare und glaubwürdige Dekarbonisierungspläne veröffentlichen.

Florian: Also kein Greenwashing, kein Sportswashing mehr, sondern vernünftige Pläne publizieren

Florian: und sie sollen ihre Ambitionen, ihre zukünftigen Entwicklungen,

Florian: alles was sie in Zukunft vorhaben, sollen sie mit den IPCC Klimazielen und Klimaszenarien abgleichen.

Florian: Kann man jetzt gerne fordern, aber das wäre halt das, was auf der ganz obersten

Florian: Ebene passieren müsste.

Florian: Bisschen weiter drunter, für die, die irgendwelche Veranstaltungen organisieren,

Florian: WM organisieren und sowas, die sollen in Grassroot Resilience investieren,

Florian: womit jetzt nicht nur der Rasen am Platz gemeint ist, sondern die sollen investieren in

Florian: den Sport auf dem untersten Level, den Leuten helfen, dass die ihren Platz,

Florian: ihre Mannschaften, ihre Teams irgendwie in den Griff bekommen,

Florian: Weil dann wird sichergestellt, dass es auch eine Zukunft gibt für das Ganze.

Florian: Weil wenn unten alles kaputt geht, dann geht oben auch irgendwann nichts mehr weiter.

Florian: Wenn niemand mehr spielen kann im Dorf, dann wird irgendwann auch kein Nachwuchs

Florian: mehr kommen, der im Nationalstadion spielen kann.

Florian: Und für die professionellen Spielerinnen und Spieler, da sagen sie, ja, your voice matters.

Florian: Sie sind ein, sie gehören zu den einflussreichsten Menschen in diesem Spiel.

Florian: Die sollen inspirieren, mobilisieren, reden und so weiter. Dann tun die anderen

Florian: vielleicht auch was und die Fans, sagen sie, you have the power.

Florian: Sie sollen eh das machen, was wir auch schon gesagt haben, ganz allgemein,

Florian: wenn wir über Klimaaktionen und Aktionismus gesprochen haben.

Florian: Es ist schön, wenn man jetzt als Fan vielleicht mit dem Fahrrad zum Fußballplatz

Florian: fährt und nicht mit dem Flugzeug hinfliegt. Das ist auch okay,

Florian: aber viel wichtiger ist es.

Florian: Sich zusammenzutun und irgendwie laut zu sein und den Leuten auf die Nerven

Florian: zu gehen, was ja eine der Kernkompetenz von Fußballfans ist,

Florian: laut sein und Leuten auf die Nerven gehen, behaupte ich jetzt mal.

Florian: Und die geben auf der Homepage dann auch entsprechende Hinweise und Adressen

Florian: und so weiter, wo man sich organisieren kann, wie man irgendwelche Climate

Florian: Working Groups, Clubs und so weiter machen kann, wie man sich eben als Dorfclub,

Florian: als lokaler Club oder einfach nur als Fangruppe, als Initiative,

Florian: zusammentun kann mit anderen, vernetzen kann mit anderen, um eben ja,

Florian: auf irgendeine Art laut zu sein, nervig zu sein und denjenigen wie immer, denjenigen, die halt,

Florian: die Dinge in der Hand haben, zu zeigen, zu sagen, wir müssen was machen,

Florian: weil so kann es nicht weitergehen.

Claudia: Aber ich finde den Punkt halt nochmal gut, dass Spieler dort ja einen großen

Claudia: Einfluss haben, weil ich meine, das sind ja Influencer.

Florian: Ja, definitiv.

Claudia: Das muss man ja einfach wirklich sagen. Exakt und haben auch einen Einfluss

Claudia: gerade auf die Demografie,

Claudia: die ja eher weniger begeistert ist von Klimaschutzmaßnahmen.

Claudia: Deswegen finde ich es total wichtig, dass man denen vielleicht auch nochmal

Claudia: mitgibt. Ihr habt da echt eine Möglichkeit und eine Macht und ein Privileg,

Claudia: die ihr nutzen könnt für eine gute Entwicklung.

Florian: Genau, und in dem Bericht sind auch Stimmen von Spielenden drinnen.

Florian: Also die haben auch schon ein paar eingeholt. Mein Fußballwissen stammt noch aus den frühen 90ern.

Florian: Da ist keiner dabei von denen, die ich kenne. Also ich kenne mich jetzt mit

Florian: einem aktuellen Fußball nicht aus. Ich kann nicht sagen, wie prominent die sind,

Florian: aber ich gehe davon aus, Die werden schon halbwegs prominent sein,

Florian: die da zitiert werden mit ihren Stimmen.

Florian: Also das passiert schon, aber ja, ich weiß jetzt nicht, wie viele Profifußballerinnen

Florian: und Fußballer uns zuhören, aber wegen euch gibt es den ganzen Quatsch.

Florian: Und wenn ihr was sagt und wenn ihr, gut, streiken werden die nicht.

Florian: Da muss schon viel passieren, haben

Florian: wir schon bei den letzten Fußball-Weltmeisterschaften überall diskutiert.

Florian: Soll eine Mannschaft hier das boykottieren, weil das ja alles mit Katar und

Florian: Russland davor und jetzt USA alles nicht so die tollen Länder sind,

Florian: wo man unbedingt hin muss.

Florian: Also bis zum Boykott passiert, wird wahrscheinlich noch mehr passieren.

Florian: Aber wenn die sich dafür aussprechen, dann hat das vielleicht auch einen Impact.

Claudia: Ja, eben. Ich finde es jetzt echt einen spannenden Bericht, muss ich sagen.

Claudia: Ich frage mich gerade, ich will es nicht sagen, aber es ist ja eine Industrie,

Claudia: die eben sehr männlich geprägt ist und ich finde es deshalb gerade wirklich

Claudia: so spannend, darüber nachzudenken, wie man gerade an diese Gruppe Menschen rankommt.

Florian: Ja, das ist tatsächlich so. Wir haben jetzt hier nur über die Fußball-Weltmeisterschaft

Florian: der Männer gesprochen, weil der Bericht wirklich jetzt für 2026 rausgekommen

Florian: ist. Es gibt natürlich auch eine Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen,

Florian: aber die finden ja nicht gleichzeitig statt, sondern immer zwei Jahre versetzt.

Florian: Darum ist jetzt hier alles nur quasi auf die Männer-WM abgestimmt.

Claudia: Und hat natürlich auch einen anderen und kleineren Impact. Anzahl von Fans,

Claudia: Anzahl von Teams, Logistik und so weiter.

Claudia: Das ist ja nochmal ein ganz, ganz anderer Level. Und die Personen haben auch

Claudia: nicht diesen Influencer-Innen-Charakter, den jetzt entsprechende Fußballstars bei den Männern haben.

Florian: Genau, zumindest in Deutschland nicht. Ich glaube, in den USA ist der Frauenfußball

Florian: ein bisschen größer als, oder zumindest ist es nicht so unterschiedlich.

Claudia: Fußball ist da jetzt generell nicht so.

Florian: Ja, aber du hast recht, natürlich. Aber was ich vor allem interessant fand,

Florian: war diese Art der Kommunikation, weil wir kennen halt die Berichte,

Florian: wie wir sie kennen, die wissenschaftlichen und halt andere Wissenschaftskommunikationskonzepte.

Florian: Du hast ja vor einiger Zeit mal hier über Comedy und Klimakommunikation gesprochen.

Florian: Aber ich fand das schon interessant, dieser Bericht, der wirklich so aufgemacht

Florian: ist, der ist halt nicht für Forschende gemacht. Also die können das auch lesen,

Florian: so wie wir es getan haben, aber eigentlich ist er wirklich für Fußballfans gemacht.

Claudia: Ja, das finde ich super.

Florian: Sowohl von der Aufmachung her, als auch von der Sprache her und ich wollte dich

Florian: nur fragen, ob du jetzt denkst, das ist eine gute Idee, das so zu machen oder

Florian: ob das ein bisschen anbiedernd ist. Ich war mir da jetzt bis am Ende nicht sicher,

Florian: wie das ankommt, weil ich halt kein Fußballfan bin in der Form.

Florian: Darum kann ich das nicht so gut beurteilen.

Florian: Du auch nicht, aber du bist zumindest Professorin für Wissenschaftskommunikation.

Claudia: Ja, das ist immer das Ding. Es muss ja gut für die Zielgruppe sein und ich kenne

Claudia: die Zielgruppe jetzt auch nicht so wirklich.

Claudia: Aber ich finde an sich die Idee, einen so zugeschnittenen Bericht zu machen,

Claudia: eigentlich immer gut, weil gerade dieses,

Claudia: wir nehmen die Szenarien und sagen, was hat es denn jetzt für dieses Stadion

Claudia: für Auswirkungen, das macht das alles so viel greifbarer für die Leute und auch für mich.

Claudia: Also wenn ich dann weiß, ach okay, so wäre das jetzt hier bei mir in der Umgebung

Claudia: mit dem Bolzplatz oder so, das würde mir schon sehr viel greifbarer machen,

Claudia: die Sachen. Und ich meine, der Bericht sieht auch hübsch aus,

Claudia: also hübsch im Vergleich zu wissenschaftlichen Texten.

Florian: Ja, die sollten mit einem IPC zusammenarbeiten für die nächste Ausgabe.

Claudia: Ja, vielleicht eine andere Farbwahl. Aber ansonsten, die Aufmachung ist halt

Claudia: ganz wirklich klar für Eye-Catching und für eine andere Zielgruppe gemacht.

Claudia: Und ich finde das eigentlich gut, mir gefällt das.

Claudia: Dass ich noch spannend fände, wäre jetzt nochmal zu gucken, weil das habe ich

Claudia: jetzt natürlich nicht gemacht und du wahrscheinlich auch nicht,

Claudia: zu gucken, wie der so in den sozialen Medien und in anderen Bereichen irgendwie

Claudia: noch geteilt und verbreitet wird.

Florian: Das habe ich nicht gemacht. Es gibt auf der Seite einen Button,

Florian: Share und Social Media. Da kann man draufklicken.

Florian: Aber so weit habe ich jetzt nicht recherchiert. Das wäre wieder eine andere Impact-Forschung.

Florian: Das musst du machen. Das ist dein Spezialgebiet.

Claudia: Ja genau, also das würde mich halt auch interessieren oder wie halt auch diese

Claudia: zwei, hier Common Goal und Football for Future da diese Kommunikation machen

Claudia: und wen die da erreichen, das würde mich halt total nochmal interessieren,

Claudia: weil das natürlich davon auch viel abhängt, weil so

Claudia: ein großes PDF wird jetzt wahrscheinlich nicht von so vielen einfach geöffnet

Claudia: und gelesen, aber natürlich gute Sharepicks für Social Media schon eher.

Florian: Ja, aber dann mach doch einfach ein neues Forschungsprojekt.

Florian: Ich meine, mit Fußball kriegst du immer die Öffentlichkeit und so weiter.

Florian: Kannst du sicher auch hier, in der Region hast du ja alle fünf Meter einen großen

Florian: Fußballklub, wo du dich rumtreibst.

Florian: Also da kannst du vermutlich auch ein bisschen Forschungsgelder lukrieren.

Florian: Mach einfach ein bisschen Sportswashing mit den Vereinen in der Umgebung.

Florian: Sagst hier, wir machen da Klimaforschung und so weiter und dann hast du ein

Florian: schönes neues Forschungsprojekt, Klimafußballkommunikation.

Claudia: Ja, dann mache ich zusammen mit Fußballlingu.

Florian: Ja, genau, der findet sich auch gut.

Claudia: Ich denke mal drüber nach.

Florian: Ja, aber es würde mir nicht wundern, wenn es da schon irgendwie Forschung gibt

Florian: dazu, logischerweise. Aber jetzt quasi wirklich herauszufinden,

Florian: wie dieses spezielle Projekt, was für einen Impact das hat, das wäre natürlich

Florian: schon interessant, das zu wissen.

Florian: Aber weiß ich nicht. Ja, was wir auch nicht wissen ist, ist,

Florian: wer Fußballweltmeister wird. Das wissen wir nicht. Also ich weiß es noch weniger,

Florian: weil ich bin ja noch ungefähr zwei Wochen vor der Veröffentlichung dieser Folge.

Florian: Also aus unserer Sicht hat die WM gerade erst angefangen.

Florian: Ich glaube, Deutschland hat gestern gewonnen, hast du mir erzählt,

Florian: weil Leute hupen durch die Gegend gefahren sind bei dir.

Claudia: Ja genau, also für mich gestern, für euch vor einer Woche oder so.

Claudia: Ja, hier war sehr viel Gehupe.

Florian: Ja, also die Fußball-WM wird auf jeden Fall weitergehen und die nächste wird

Florian: auch stattfinden und die übernächste wahrscheinlich auch.

Florian: Und wenn sich bis dahin ein bisschen was tut, dass wir nicht diese mega klimaschädlichen

Florian: Veranstaltungen haben, Wäre es vermutlich ein Gewinn für alle und von dem ganzen

Florian: Rest, was da um dieses Mega-Fußball-Business alles an,

Florian: unangenehmen Dingen stattfindet, gar nicht zu reden.

Florian: Also es wäre für alle, die diesen Sport gern haben und das sind ja sehr,

Florian: sehr viele, ein großer Vorteil, wenn wir da nicht mehr Business as usual haben,

Florian: sowohl aus Klimasicht als auch aus sportlicher Sicht. Das ist mein Schlusswort.

Claudia: Ja, das ist ein wunderbares Schlusswort und mir fällt jetzt wieder ein,

Claudia: dass ich ja dann eigentlich immer darüber noch mal reden sollte,

Claudia: was so in der nächsten Folge drankommt und dass ich das ja jetzt immer nicht weiß.

Claudia: Das heißt, ihr müsst euch gedulden und einfach herausfinden,

Claudia: was ihr zwei Wochen von mir erzählt bekommt.

Claudia: Ich werde es auch noch herausfinden. Es wird aber nicht Fußball sein,

Claudia: das kann ich versprechen.

Claudia: Es wird nur ums Klima gehen.

Claudia: Ja, aber vielleicht haben wir ja jetzt auch mit der Folge, mit dieser Folge

Claudia: ein bisschen andere Zielgruppe erreicht. Vielleicht haben wir auch Fußballfans erreicht.

Florian: Ja, ich glaube, wir hatten von Anfang an auch Fußballfans in der Zielgruppe,

Florian: weil es gibt durchaus Leute, die diesen Podcast gehört haben,

Florian: die sich auch für Fußball interessieren. Es ist ja jetzt nicht verwehrflichtig,

Florian: sich für Fußball zu interessieren. Und da werden genug dabei sein,

Florian: die Fußballinteresse haben und sich ums Klima sorgen machen und den Podcast hören.

Claudia: Definitiv. Aber ich dachte so, vielleicht würden ja die, die gerne,

Claudia: also die Fußball mögen und uns sowieso schon hören, ja Leuten,

Claudia: die so malerweise nicht diesen Podcast hören, diese Folge weiterempfehlen,

Claudia: damit sie was über Fußball und Klima lernen.

Claudia: Das würde uns interessieren. Da könnt ihr uns natürlich schreiben.

Claudia: Wir dürften uns aber auch sonst gerne nochmal schreiben und Feedback geben,

Claudia: vielleicht auch zur WM. Allerdings keine fachliche Antworten von uns dazu.

Claudia: Genau, schreibt uns gerne.

Claudia: Die E-Mail-Adresse findet ihr auf der Webseite oder könnt auch direkt an podcast.klima.fm

Claudia: schreiben und in den Shownotes euch diesen schönen Bericht anschauen.

Claudia: Ja, und vielleicht auch nochmal überlegen, wie ihr das Design so findet.

Claudia: Ja, und wir freuen uns, wenn sich diese Folge vielleicht jenseits der üblichen

Claudia: Hörendenschaft im Bereich der Fußballfans vielleicht ein bisschen ausbreitet

Claudia: und wir da ja vielleicht auch ein bisschen Feedback dazu bekommen.

Florian: Ja, auf jeden Fall.

Claudia: Erzählt mal Leuten, die sonst nicht diesen Podcast hören davon.

Florian: Ja, paar so Fangesänge vielleicht irgendwie auf der Tribüne,

Florian: hört das Klima oder irgendwie sowas,

Florian: keine Ahnung. Macht mal eine schöne Choreografie zu unserem Podcast.

Claudia: Oh ja, ja, also ich meine, wir würden uns freuen, ja, also so ein das Klima-Fußball-Fan-Gesang

Claudia: wäre ich dabei, genau. Aber ich fliege dafür nicht zu einem Spiel in die Frage.

Claudia: Das nicht. Ja, aber genau. Das wäre irgendwie toll und wir freuen uns natürlich,

Claudia: dass ihr uns gerne hört, ob ihr Fußball mögt oder nicht. Wir freuen uns.

Claudia: Und genau, wir hören uns in zwei Wochen wieder, dann mit einem anderen Thema

Claudia: rund ums Klima. Und bis dahin wünschen wir euch eine schöne Fußball-Weltmeisterschaft.

Florian: Ja, oder auch nicht, wenn es nicht schaut. Bis dann. Tschüss.

Florian: Ja, es ist nicht so, wie du denkst.

Claudia: Das ist okay. Ich habe gestern hier gesessen und war bei einem Buchclub und

Claudia: war so am Diskutieren von einem Buch, das den Literaturpreis gewonnen hat.

Claudia: Und draußen fing es an zu hupen, zu brüllen und zu brüllen.

Claudia: Ich dachte so, oh nein, was ist passiert? Und dann fiel mir ein,

Claudia: ach, wir haben ja Fußball gespielt hier in Deutschland.

Florian: Ja, genau, gestern in Deutschland habe ich sogar gewonnen, wenn ich mich richtig

Florian: erinnere. Ich habe es in der Zeitung gelesen.

Claudia: 7 zu 1.

Florian: Ja, aber ich glaube, sie haben gegen jemanden gespielt, der nicht so gut ist im Fußball.

Claudia: Ja, genau. Aber Hauptsache gefeiert.

Florian: Ja, genau.

Claudia: Aber ich meine, hey, Leute hatten Spaß.

Florian: Ja.

Claudia: Das ist okay.

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