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DK168 - Die Welt erhitzt sich schneller als gedacht

Shownotes

DK168 - Die Welt erhitzt sich schneller als gedacht

Und: Wo ist der Meeresspiegel?

"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

In Folge 168 geht es um zwei grundlegende Themen. Um die globale Erwärmung, die schneller voranschreitet als wir bisher dachten. Und um den Anstieg des Meeresspiegels, bei dem wir die Lage bisher auch unterschätzt haben.

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Die Welt erwärmt sich schneller als gedacht

2023 und 2024 waren die heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders 2024 sorgte für Aufmerksamkeit, weil die globale Durchschnittstemperatur erstmals mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag.

Schaut man auf die Entwicklung der globalen mittleren Oberflächentemperatur (Global Mean Surface Temperature, GMST), zeigt sich seit den 1970er Jahren ein konstanter Trend: Die Erde hat sich im Mittel um etwa 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt erwärmt. Natürlich verläuft dieser Anstieg nicht vollkommen glatt. Es gibt natürliche Schwankungen, die zeitweise den Eindruck erwecken können, die Erwärmung habe sich verlangsamt oder sei sogar zum Stillstand gekommen.

Wie schnell sich die Erde wirklich erwärmt: Genau dieser Frage sind Grant Foster und Stefan Rahmstorf in einer neuen Studie nachgegangen. Dafür haben sie eine ausführliche statistische Analyse von fünf globalen Temperaturdatensätzen durchgeführt: NASA, NOAA, HadCRU, Berkeley Earth und ERA5. Um das eigentliche Klimasignal klarer sichtbar zu machen, rechneten sie zunächst kurzfristige Einflüsse heraus, die das Temperatursignal überlagern: ENSO (also El Niño und La Niña), Vulkanausbrüche und Schwankungen der Sonnenaktivität. Dadurch wird das „Rauschen“ reduziert, ohne den langfristigen Trend künstlich zu erzeugen.

Anschließend testeten sie verschiedene statistische Modelle. Die Nullhypothese lautete: Seit 1970 lässt sich die GMST als linearer Erwärmungstrend plus Rauschen beschreiben. Dem gegenüber stellten sie zwei alternative Hypothesen. Erstens: Die Temperaturentwicklung folgt einer quadratischen Funktion plus Rauschen, was auf eine allmähliche Beschleunigung hindeuten würde. Zweitens: Die Entwicklung lässt sich besser als stückweise lineare Funktion beschreiben, also mit einem Zeitpunkt, an dem sich die Steigung – und damit die Erwärmungsrate – verändert.

Die Autoren betonen selbst, dass diese Modelle sehr unterschiedlich sind und gerade deshalb etwas Wichtiges zeigen: In der frequentistischen Statistik bedeutet „statistische Signifikanz“ nicht, dass ein bestimmtes Testmodell „bewiesen“ wäre. Sie bedeutet vielmehr, dass die Nullhypothese verworfen werden kann. Die beiden Alternativmodelle können nicht gleichzeitig exakt richtig sein – und sie zeichnen auch unterschiedliche Bilder davon, wie sich die Erwärmung im Detail entwickelt hat. Aber in einem zentralen Punkt stimmen sie überein: Die lineare Nullhypothese passt nicht mehr. Oder, wie die Autoren schreiben: Die Daten „zeigen eine große und signifikante Beschleunigung der globalen Erwärmung – unabhängig davon, welche statistische Methode verwendet wird.“

Besonders wichtig ist dabei: Selbst nachdem die außergewöhnlich warmen Jahre 2023 und 2024 um die Effekte von El Niño und das Sonnenmaximum bereinigt wurden, bleibt das Ergebnis bestehen. 2024 wird durch diese Korrektur sogar etwas kühler, 2023 minimal ebenfalls. Das heißt: Die gefundene Beschleunigung ist nicht einfach nur ein Artefakt einzelner Ausreißerjahre. Stattdessen spricht vieles dafür, dass sich die globale Temperatur seit etwa 2015 von ihrem bisherigen Trend gelöst hat.

Statt ungefähr 0,2 Grad pro Jahrzehnt liegen wir demnach inzwischen eher bei rund 0,35 Grad pro Jahrzehnt. Das ist ein drastischer Unterschied. Warum genau sich die Erwärmung beschleunigt hat, beantworten Foster und Rahmstorf in ihrer Arbeit allerdings nicht abschließend. Sie machen bewusst keine kausalen Aussagen. Eine plausible Erklärung, die derzeit intensiv diskutiert wird, ist jedoch die abnehmende Luftverschmutzung: Aerosole aus Industrie und Schifffahrt reflektieren Sonnenlicht und haben bislang einen Teil der Erwärmung maskiert. Wenn diese Verschmutzung sinkt – was aus gesundheitlicher Sicht natürlich gut ist –, fällt dieser kühlende Nebeneffekt weg und die eigentliche Treibhausgas-Erwärmung tritt stärker hervor.

Die Konsequenz ist klar: Wenn sich die Erwärmung tatsächlich beschleunigt, müssen wir uns noch mehr anstrengen, Emissionen zu senken.

Wohin steigt der Meeresspiegel?

In den Berichten des Weltklimarats IPCC wird der Meeresspiegelanstieg oft als scheinbar klare Zahl kommuniziert – etwa nach dem Muster: „Der Meeresspiegel steigt um x Zentimeter bis Jahr y.“ Global liegt der Anstieg derzeit bei ungefähr 4 Millimetern pro Jahr, und auch hier zeigt sich bereits eine Beschleunigung. Doch wenn man wissen will, was das konkret für Küstenregionen bedeutet – und wie gefährlich die Lage wirklich ist –, reicht diese globale Zahl allein nicht aus. Entscheidend ist der tatsächliche relative Meeresspiegel vor Ort.

Und genau hier liegt laut einer neuen Studie ein großes Problem: Wir kennen diesen aktuellen Stand schlechter, als wir dachten. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass viele bisherige Risikobewertungen den Meeresspiegel systematisch unterschätzt haben.

Der Grund liegt in der Art, wie die Daten ausgewertet werden. Meeresspiegelhöhen werden häufig aus Satellitendaten abgeleitet und auf ein sogenanntes Geoid bezogen – also eine mathematisch definierte Referenzfläche der Erde. Doch der tatsächliche Wasserstand an einer Küste wird zusätzlich von vielen Faktoren beeinflusst: Wind, Meeresströmungen, Temperatur und Salzgehalt des Meerwassers. Werden diese Einflüsse nicht sauber berücksichtigt und die Satellitendaten nicht mit lokalen Pegelmessungen kalibriert, entstehen Fehleinschätzungen. Hinzu kommt ein zweites Problem: Für die Höhe des Meeres und die Höhe des angrenzenden Landes werden oft unterschiedliche Bezugssysteme verwendet. Anders gesagt: Man vergleicht Land- und Meereshöhen, die sich teilweise gar nicht auf dieselbe Referenzfläche beziehen. Das kann erhebliche Fehler verursachen.

Laut der Studie haben mehr als 90 Prozent der untersuchten Arbeiten diese beiden Fehlerquellen nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt. Weitere neun Prozent kombinierten zwar Landhöhendaten und Pegelmessungen, machten aber Fehler beim rechnerischen Abgleich dieser Datensätze.

Die Folgen sind enorm. Bisher ging man davon aus, dass weltweit etwa 10 bis 15 Millionen Menschen in Gebieten leben, die bereits heute unterhalb des Meeresspiegels liegen. Die korrigierten Berechnungen der neuen Studie kommen jedoch auf 55 bis 101 Millionen Menschen. Das ist nicht einfach eine kleine Korrektur – das ist eine völlig andere Größenordnung.

Auch für die Zukunft verschärft sich das Bild deutlich. Laut den Autoren würden bei einem Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter gegenüber dem heutigen Niveau etwa 37 Prozent mehr Landflächen unter den Meeresspiegel fallen, als bisherige Analysen nahelegen. Und es wären 68 Prozent mehr Menschen betroffen.

Im Mittel haben bisherige Risikoanalysen den Meeresspiegel offenbar um etwa 20 bis 30 Zentimeter unterschätzt. In manchen Regionen ist die Abweichung sogar noch drastischer: In Teilen Südostasiens liegen die realen Pegel teils bis zu einen Meter höher als bislang angenommen. Große Diskrepanzen finden sich außerdem in Lateinamerika, an der Westküste Nordamerikas, in der Karibik, in Afrika, im Indo-Pazifik und im Mittleren Osten.

Für die deutschen Küsten stimmen die bisherigen Daten vergleichsweise gut, weil dort ein dichtes Netz von Pegelmessstationen existiert und bereits ein auf den Meeresspiegel bezogenes Höhenmodell verwendet wird.

Trotzdem bleibt die zentrale Botschaft beider Studien dieselbe: Die Klimakrise entwickelt sich nicht nur weiter – sie könnte sich in wichtigen Bereichen schneller und gefährlicher zuspitzen, als viele Standardannahmen bislang nahelegen. Die globale Erwärmung zeigt Anzeichen einer Beschleunigung, und gleichzeitig könnte das Risiko durch den Meeresspiegelanstieg vielerorts deutlich unterschätzt worden sein. Beides zusammen bedeutet: Die Zeit, in der wir uns auf zu optimistische Annahmen verlassen konnten, ist endgültig vorbei.

Bücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums”.

Das neue Buch der Science Buster heißt "AUS! - Die Wissenschaft vom Ende" und erscheint im Hanser Verlag. Tickets und Infos für die Live Show gibt es unter sciencebusters.at Live Shows Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025/2026 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.

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Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.

Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.

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Transkript anzeigen

Claudia: Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise.

Claudia: Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.

Claudia: Jeden zweiten Montag mit Florian Freistetter.

Florian: Und mit Claudia Frick.

Claudia: Guten Tag.

Florian: Wir sind bei Folge 168 angelangt und Folge 168 erscheint am 13. April.

Florian: Das heißt, wir haben jetzt die erste Jahreszeit schon durch.

Florian: Wir sind schon mitten im Frühling angelangt.

Claudia: Das freut mich, weil gefühlt bin ich emotional schon im Frühling.

Claudia: Also jetzt auch, obwohl wir aufzeichnen, wo noch kein Frühling ist offiziell.

Florian: Offiziell noch nicht. Doch. Weil wir offiziell definieren.

Claudia: Genau, ich wollte gerade sagen, es kommt drauf an.

Florian: Meteorologisch ja, astronomisch nein und phänologisch mal so, mal so.

Claudia: Aber das erklärt es natürlich. Ich bin schon im Frühling, du nicht.

Claudia: Einfach unsere Disziplinen. Das ist einfach mal wieder disziplinabhängig.

Florian: Genau. Die Astronomen kommen später in den Frühling rein.

Florian: Aber wir reden heute nicht um Frühling, sondern über was anderes.

Florian: Aber zuerst erzählst du uns, was du in der letzten Folge erzählt hast.

Claudia: Ich habe über Wälder gesprochen und ich wollte jetzt sagen, hatte schon was

Claudia: mit Frühling zu tun, weil Pollen.

Florian: Stimmt, ja, die kommen auch daraus.

Claudia: Genau, aber ich habe nicht über Pollen geredet. Wir haben diskutiert,

Claudia: wie viel Wald können wir eigentlich noch pflanzen, um uns CO2-Entlastung zu bringen.

Claudia: Und haben dann festgestellt, dass man da ein bisschen konservativer schätzen

Claudia: muss, als man das bisher getan hat.

Claudia: Und wenn man das tut, dann sind Bäume immer noch toll und man sollte sie pflanzen.

Claudia: Aber sie sind kein Allheilmittel, das uns erlaubt, weiterhin so viel CO2 in die Luft zu pusten.

Florian: Genau, also durch Bäume pflanzen, alleine kriegen wir die Klimakrise nicht in

Florian: den Griff. Wir müssen was anderes machen.

Florian: Und dass wir die Klimakrise in den Griff kriegen sollten, wissen auch alle.

Florian: Aber in den letzten Wochen sind zwei Arbeiten erschienen, die uns das nochmal deutlicher zeigen.

Florian: Und die habe ich mir ausgesucht für diese Folge.

Florian: In der ersten Arbeit, deren Titel ich noch nicht sage, weil es ein erstaunlich

Florian: deutlicher und klarer Titel ist, der eigentlich sofort alles aussagt,

Florian: was eh praktisch ist, wenn man was wissen will.

Florian: Aber unpraktisch ist, wenn man ein bisschen eine Geschichte mit Spannungsbogen

Florian: erzählen will, wie wir es ja in diesem Podcast probieren.

Claudia: Immer diese Spoiler.

Florian: Ja, ja, genau. Deswegen werde ich den Titel noch nicht sagen,

Florian: aber es geht um die globale Erwärmung. Also wirklich so das Kernthema.

Florian: Wir schauen jetzt nicht auf irgendwelche Details, sondern auf das große Ganze

Florian: und auf die globale Erwärmung.

Florian: Und wir wissen, diese globale Erwärmung existiert erstens und zweitens schreitet sie voran.

Florian: Das wissen wir auch. Es waren 2023 und 2024 die heißesten Jahre der Aufzeichnungen bis jetzt.

Florian: Im Jahr 2024 haben wir sogar

Florian: die eineinhalb Grad Erwärmung im Vergleich zur industriellen Revolution überschritten.

Florian: Das ist das, was wir im Pariser Klimavertrag ehrlich gesagt haben.

Florian: Wir wollen es nicht machen, aber gute Nachricht, das gilt nicht,

Florian: weil damit das Klimaziel des Pariser Abkommens verfehlt wird,

Florian: müssen diese eineinhalb Grad

Florian: im Schnitt über 20 Jahre hinweg überschritten werden. Sonst gilt es nicht.

Claudia: Sonst gilt es nicht? Okay, es gilt nicht.

Florian: Aber trotzdem, wir hatten das erste Jahr, wo wir eineinhalb Grad überschritten

Florian: haben. Das ist nicht gut.

Florian: Und wir wissen auch, dass diese globale Temperatur, und wenn ich jetzt globale

Florian: Temperatur oder Temperatur sage, dann meine ich immer die Global Mean Surface Temperature.

Florian: Also diese Temperatur, global gemittelt Oberfläche der Erde,

Florian: das ist die Temperatur, um die es geht.

Florian: Und wir wissen, seit den 1970ern steigt die konstant an.

Florian: Um 0,2 Grad pro Jahrzehnt wird es mehr. Das sagen uns die Daten.

Florian: Und die Daten sagen uns auch, dass es natürlich Fluktuationen gibt.

Florian: Ist ja ein chaotisches System.

Florian: Das heißt, wir haben auch andere Phänomene drin. Wir haben Vulkanausbrüche,

Florian: wir haben ein bisschen Sonnenaktivität drin. Wir haben sowas wie El Nino und so weiter.

Florian: Also das sind all die Phänomene, die wir schon in den vergangenen Folgen besprochen

Florian: haben, die das Ganze mal so, mal so fluktuieren lassen.

Florian: Und diese Fluktuationen, die können den Anschein erwecken, dass sich die Erwärmung

Florian: Vielleicht verlangsamt. Das war ja etwas, was tatsächlich

Florian: vor allem in der Klimawandel-Leugner-Szene sehr diskutiert wurde.

Florian: Erinnerst du dich an die Erwärmungspause um das Jahr 2000 herum?

Claudia: Ich erinnere mich an dieses Plateau, also dass es quasi stagniert ist. Gottes Fremdwort.

Florian: Hat in Wahrheit eh nicht, aber es.

Claudia: Hat halt durch.

Florian: Die Schwankungen so ausgesehen, als hätte das Ganze stagniert.

Florian: Oder man hätte so interpretieren können, sagen wir es mal so.

Florian: Und in Wahrheit hat das natürlich nicht stagniert.

Florian: Statistisch war da nie irgendeine signifikante Verringerung der Erwärmung.

Florian: Wenn man sich das statistisch sauber angeschaut hat, dann war da nichts.

Florian: Aber wie gesagt, diese Fluktuationen haben diesen Anschein erweckt.

Florian: Und was sich jetzt zwei Forschende gefragt haben, nämlich Grant Foster,

Florian: von dem ich mir nicht so aufgeschrieben habe, wo er herkommt,

Florian: und Stefan Rahmsdorf, den unsere Hörerschaft vermutlich kennt, aus Potsdam.

Florian: Die beiden haben eine neue Arbeit verfasst und in dieser Arbeit eine ausführliche

Florian: statistische Analyse von fünf globalen Temperaturdatensets durchgeführt,

Florian: um zu schauen, was ist es jetzt wirklich? Was macht die globale Erwärmung?

Florian: Geht die weiter konstant vor sich oder wird die langsamer oder wird die schneller? Was geht da ab?

Florian: Wollten die wissen und haben wirklich so fünf Datensätze genommen,

Florian: einmal von der NASA, einmal von der NOAA, die National Oceanographic and Atmospheric

Florian: Association und dann noch Datensätze,

Florian: einer heißt HEDCRUD, Headley Center Climate Research Unit, ist auch so ein Datensatz.

Florian: Dann einmal von der Berkeley Earth Surface Temperature und

Florian: Ära 5 oder Ära 5, das ist europäisch, also es kommt aus Europa, der Datensatz.

Florian: Und die fünf haben sie genommen und statistisch ausgewertet.

Florian: Und die Details der statistischen Auswertung, die werde ich euch nicht präsentieren,

Florian: kann man in dem Paper nachlesen. Paper ist Open Access.

Florian: Und was sie das erste Mal gemacht haben, sehen wir mal das ganze Rauschen rausgerechnet.

Florian: Also Rauschen rausgerechnet heißt in dem Fall, sie haben das aus den Daten rausgenommen,

Florian: was ich gesagt habe, was diese ganzen kurzfristigen Schwankungen macht.

Florian: Also eben den minimalen Einfluss der Sonnenaktivität, den vulkanischen Einfluss,

Florian: den Einfluss der El Niño, korrekterweise von Enso, der El Niño-Sausern-Oscillation,

Florian: also diese Meereströmung, das haben sie immer alles rausgetan,

Florian: um die Daten ein bisschen sauberer zu bekommen.

Florian: Und dann haben sie damit Statistik gemacht.

Florian: Und die Nullhypothese ist, die globale Temperatur ist seit 1970 eine Summe aus

Florian: eben einem linearen Trend, also dieser ungefähr 0,2 Grad pro Jahrzehnt und einem Rauschen.

Florian: Das ist mal die Nullhypothese und dann haben sie zwei alternative Hypothesen

Florian: aufgestellt, um zu schauen, naja, sind die besser als die Nullhypothese.

Florian: Und die erste alternative Hypothese ist, die globale Temperatur ist seit 1970

Florian: eine quadratische Funktion plus Rauschen.

Florian: Und wer sich jetzt nicht vorstellen kann, was eine quadratische Funktion ist,

Florian: Man kann sich das anschauen in der Arbeit, wenn man möchte.

Florian: Man sieht das in Abbildung. Moment, ich muss zur Abbildung scrollen.

Florian: Man sieht das in Ausbildung.

Florian: Bildung 3, aber schaut da noch nicht hin, weil da sind auch schon die Ergebnisse drin.

Claudia: Okay gut, ich mache sofort wieder, ich gucke wieder weg.

Florian: Die ist halt einfach steigt ein bisschen schneller, die quadratische Funktion,

Florian: sagen wir es so jetzt, ohne in die Details zu gehen an.

Florian: Und dann haben sie noch eine zweite Hypothese getestet, nämlich eine stückweise lineare Funktion.

Florian: Also ich habe gesagt, zuerst ist es konstant mit dem angestiegen,

Florian: 0,2 Grad und ab einem bestimmten Punkt hat sich das verändert und der Anstieg ist anders.

Florian: 0,1 Grad oder 0,5 Grad oder was auch immer. Das war im Prinzip das Modell.

Florian: Also es gibt einen bestimmten Punkt, der halt dann auch, je nachdem,

Florian: muss man auch mit der Statistik rausfinden, ab welchem Punkt sich das geändert hat.

Florian: Aber das Modell ist zuerst lineare Anstieg, dann Punkt und anderer lineare Anstieg.

Florian: Das waren die beiden alternativen Hypothesen, die Sie gegen die Nullhypothese

Florian: getestet haben. Und jetzt kommt jede Menge Mathematik und Statistik.

Florian: Das, was wir so lieben in der Statistik, Base-Faktoren und so weiter und so

Florian: fort, lassen wir alles jetzt weg, weil das wäre zu verwirrend und es wird vom

Florian: eigentlichen Ergebnis ablenken bzw.

Florian: Die Leute würden abschalten, bevor wir vom eigentlichen Ergebnis angekommen sind.

Florian: Was wir auf jeden Fall nochmal festhalten, bevor wir zum Ergebnis kommen,

Florian: diese Modelle, die sind beide sehr unterschiedlich und sie sollen jetzt nicht beschreiben.

Florian: Was in echt passiert, sagen wir es mal so. Oder sagen wir es anders.

Florian: Also es geht darum, dass wenn man irgendwas mit statistischer Signifikanz feststellt,

Florian: in diesem Modell, dann heißt es nicht,

Florian: dass jetzt diese Hypothese, also die quadratische Funktion oder die stückweise

Florian: lineare Funktion, dass die richtige ist, sondern wenn man etwas mit statistischer

Florian: Signifikanz festgestellt hat, dann heißt es in dem Kontext, die Nullhypothese

Florian: ist falsch. Das ist es, was man feststellen kann.

Florian: Und die beiden Testmodelle, die Sie haben, die können auch nicht gleichzeitig

Florian: richtig sein. Also es ist nicht so, dass jetzt irgendwie gesagt,

Florian: okay, das Modell beschreibt so und das Modell beschreibt so,

Florian: aber die können beide nicht, die können nicht gleichzeitig richtig sein.

Florian: Die sind komplett unterschiedlich, vor allem, wenn du die jetzt verwenden würdest,

Florian: um vorauszusagen, was dann am Ende mit der globalen Erwärmung passiert.

Florian: Das kann man sich auch in dieser Abbildung 3 anschauen, die ihr euch vielleicht

Florian: schon angeschaut habt oder nicht, je nachdem. Aber da sieht man deutlich,

Florian: dass die am Ende zu komplett unterschiedlichen Werten kommen.

Florian: Also die liegen da weit auseinander.

Florian: Also es ging jetzt nicht so sehr darum herauszufinden, welches Modell beschreibt

Florian: die globale Erwärmung am besten, sondern es ging darum herauszufinden,

Florian: ist die Nullhypothese, nämlich die des konstanten Anstieges, richtig oder falsch?

Florian: Das war das, was sie herausfinden wollten. Und das Ergebnis ist … Ja.

Claudia: Ich will das Ergebnis noch gar nicht hören. Ich bereite mich darauf vor.

Florian: Das Ergebnis lautet, die Nullhypothese passt nicht.

Florian: Dieser konstante Anstieg seit 1970, 0,2 Grad, plus ein bisschen Rauschen drüber

Florian: gelegt, das funktioniert nicht.

Florian: Das ist nicht das, mit dem sich die Daten beschreiben lassen,

Florian: was tatsächlich sich zeigt und das war eben das, was jetzt interessant ist,

Florian: egal welches Modell ich verwende und egal welche statistische Methode ich verwende,

Florian: wir sehen einen signifikanten Anstieg der Erwärmung.

Florian: Also das ist schneller geworden. Die globale Erwärmung ist stärker geworden,

Florian: als sie früher war und tatsächlich sind wir jetzt bei ungefähr 0,35 Grad pro Jahrzehnt.

Florian: Statt 0,2 Grad pro Jahrzehnt wird die globale Temperatur um 0,35 Grad pro Jahrzehnt wärmer.

Florian: 2015. Das war der Punkt, wo sie das beschleunigt hat in dem Modell.

Florian: Und tatsächlich ist auch das vielleicht nur noch eher konservativ,

Florian: weil sie haben ein bisschen an den Modellen am Ende dann rum,

Florian: wenn ich sage, die haben an den Modellen rumgeschraubt, klingt das gleich wieder so wenig seriös.

Florian: Aber sie haben dann die Effekte von dem El Niño, der ja jetzt da in den letzten

Florian: Jahren tatsächlich stärker war, rausgetan und auch noch das sonnensolare Aktivitätsmaximum,

Florian: das wir auch hatten, das haben sie auch noch rausgenommen.

Florian: Das heißt, Und eigentlich wäre es quasi noch ärger, aber selbst wenn Sie das

Florian: aus dem Modell rausnehmen, dann zeigt es immer noch, ja, die Erwärmung wird

Florian: schneller, die Erwärmung wird stärker.

Florian: Also jetzt nicht etwas, wo man sagen

Florian: kann, okay, ja gut, das war halt weil Sonnenmaximum und weil El Nino.

Florian: Nein, auch wenn du das rausnimmst, sagt die Statistik immer noch,

Florian: die Nullhypothese passt nicht.

Florian: Wir haben eine Beschleunigung der Erwärmung seit 2015.

Florian: Hast du eine Ahnung, warum seit 2015?

Claudia: Äh, was war denn 2015 sonst? Weiß ich nicht.

Claudia: Nee, gute Frage. Wir hatten ja zwischendurch noch diese Pandemie,

Claudia: da war ja auch so einiges los. Nee, weiß ich nicht.

Florian: Die machen keine Aussagen in der Arbeit darüber.

Claudia: Ja, toll.

Florian: Natürlich kann man vermuten, ich habe gerade mal geschaut, was da so war alles

Florian: 2015, ob da irgendwas Interessantes war. Eine Sonnenfinsternis hatten wir.

Florian: Gravitationswellen wurden erstmals nachgewiesen 2015.

Claudia: Stimmt, ja.

Florian: Wir hatten einen Nobelpreis bekommen. Physik, Neutrino-Oszillationen.

Florian: Ach ja, ich erinnere mich, das war auch eine coole Sache.

Florian: Interessant, ja, 2015 ist viel passiert, aber ja, natürlich nichts,

Florian: was jetzt da schlagartig dafür gesorgt hat, dass die globale Temperatur ansteigt

Florian: oder schneller ansteigt, das nicht.

Florian: Aber die Vermutung ist eine, die wir auch schon in einem anderen Kontext in

Florian: diesem Podcast besprochen haben, als es um die Temperatur der Meere ging,

Florian: die sich ja auch deutlich gesteigert hat.

Florian: Und du hast da eine Vollgewalt drüber gemacht und hast erklärt,

Florian: dass es daran liegt, dass wir dafür gesorgt haben, dass die Schiffe sauberer

Florian: sind, dass die Schiffe nicht so viel Dreck in die Luft pusten.

Florian: Und das haben wir glücklicherweise,

Florian: auch generell global gemacht. Also wir haben generell dafür gesorgt,

Florian: dass die Luftverschmutzung weniger wird.

Claudia: Also weißt du, manchmal machen wir auch kluge Sachen. Aber dann haben sie Trade-offs.

Florian: Weißt du, was 2015 bekannt geworden ist? Der VW-Abgasskandal. Passt zum Thema.

Claudia: Ich finde, das passt hervorragend.

Florian: Und die Vermutung ist eben, wir haben einfach weniger Luftverschmutzung.

Florian: Und weniger Luftverschmutzung heißt, es wird wärmer, weil die Luftverschmutzung

Florian: zum Teil dafür sorgt, dass Sonnenstrahlung nicht bis zum Boden durchkommt.

Florian: Also diese ganzen diversen chemischen Stoffe der Luft und so weiter,

Florian: die Aerosole, all das blockiert Sonnenlicht, so ähnlich wie es ein Vulkanausbruch tut.

Florian: Der schmeißt da auch Schwefeldioxid und so Klumpen in die Luft,

Florian: die auch dafür sorgen, dass wir weniger Sonneneinstrahlung auf der Erde haben.

Florian: Das sehen wir auch immer in den Daten.

Florian: Also wenn da so ein großer Vulkan ausbricht, dann führt das kurzfristig zu einer

Florian: Reduktion der globalen Temperatur.

Florian: Und Luftverschmutzung ist so ähnlich.

Florian: Also auch die sorgt dafür, dass die Temperatur sinkt. und wir haben die Luftverschmutzung

Florian: weggemacht oder verringert, was sehr, sehr gut ist, weil Luftverschmutzung ist

Florian: nicht gut, Luftverschmutzung ist nicht gesund, an Luftverschmutzung sterben

Florian: wir unter anderem oder sterben schneller früher, kriegen Krankheiten.

Florian: Das heißt, es ist gut, dass wir es verringert haben, aber es sorgt halt dafür,

Florian: dass jetzt die Klimakrise stärker wirksam werden kann.

Florian: Und jetzt ist die spannende Frage, was lernen wir daraus?

Florian: Man könnte jetzt daraus lernen, naja,

Florian: Dann tun wir wieder die Katalysatoren aus den Autos, die Filter weg von den

Florian: Fabriken, schauen wir wieder Dreck in die Luft, schmeißen wir wieder Dreck in

Florian: die Luft, damit es wieder besser wird.

Florian: Das ist eine Sache, die man sagen könnte, wäre eine blöde Reaktion auf diese Erforschung.

Florian: Eine vielleicht noch blödere Reaktion wäre, zu sagen, naja, dann müssen wir

Florian: uns endlich mal mit dem Geoengineering anstrengen. Da müssen wir schauen,

Florian: dass wir künstliche Stoffe in die Luft bringen, um den Effekt der Luftverschmutzung

Florian: wieder herzustellen, aber auf eine gesündere Variante.

Florian: Aber das wäre vermutlich noch blöder, weil das haben wir auch schon oft genug

Florian: gesagt, dass Geoengineering nicht die Lösung ist, die wir brauchen.

Florian: Weil es am Ende nicht funktioniert.

Florian: Tatsächlich wäre das, was man daraus lernen könnte, verdammt nochmal,

Florian: wir müssten uns jetzt wirklich mal anstrengen und dafür sorgen,

Florian: dass weniger Treibhausgase in die Luft kommen.

Florian: Das wäre das, was man lernen sollte aus der Arbeit. Aber ich fürchte,

Florian: das ist nicht das, was die Welt so lernt.

Claudia: Nee, wir reden uns den Mund fusselig seit vielen Jahren.

Florian: Aber das wäre es, was eigentlich die Konsequenz ist. Wir sehen,

Florian: die globale Erwärmung wird nicht weniger, sie wird mehr. Sie beschleunigt sich.

Florian: Wir wissen auch vermutlich, warum sie das tut.

Florian: Und wir wissen auch, was wir tun müssten, wissen wir schon lange.

Florian: Jetzt wissen wir das noch besser als vorher, so wie es die Welt ausschaut derzeit,

Florian: wird das aber nicht passieren.

Claudia: Nee, und es gibt auch wahrscheinlich, selbst wenn wir alles umsetzen,

Claudia: was wir geplant haben, nicht das, was wir gerne hätten.

Florian: Ja, aber das ist auf jeden Fall die Arbeit, die Stefan Rahmsdorf und Grant Foster

Florian: gemacht haben mit dem Titel, jetzt kann ich Ihnen sagen, Global Warming has

Florian: accelerated significantly.

Florian: Und es ist auch selten, dass wissenschaftliche Arbeiten so klare Titel haben,

Florian: weil die sind meistens immer ein bisschen zurückhaltend, sind konservativ,

Florian: auch beim Formulieren der Ergebnisse.

Florian: Aber die beiden haben sich gedacht, unsere Daten geben das her und wir nennen

Florian: die Arbeit Die globale Erwärmung hat sich signifikant beschleunigt.

Florian: Punkt. Das ist der Titel der Arbeit.

Claudia: Ja, das finde ich auch super gut, aber es ist natürlich der absolute Spoiler

Claudia: für alles. Da hast du vollkommen recht.

Florian: Das ist das Ergebnis. Und die zweite Arbeit, die ich mir angeschaut habe,

Florian: hat ebenso einen sprechenden Titel, deswegen sage ich den auch noch nicht.

Florian: Und der beschäftigt sich

Florian: dem, was passiert, wenn die Erde sich erwärmt. Auch das haben wir schon oft

Florian: genug besprochen, wenn passiert jede Menge, aber etwas, was auch passiert global,

Florian: ist der Anstieg des Meeresspiegels.

Florian: Der Meeresspiegel steigt an einerseits, weil das Wasser sich erwärmt und das

Florian: wärmere Wasser sich ausdehnt und deswegen mehr Platz braucht.

Florian: Und das wird dann in Zukunft deutlich der relevantere Faktor sein,

Florian: weil natürlich die Polkappen und Gletscher abschmelzen und das Wasser ins Meer

Florian: fließt und Und dann ist da auch mehr Wasser drin. Also der Meeresspiegel steigt an.

Florian: Und wir haben in vergangenen Folgen viel darüber gesprochen und auch entsprechend

Florian: die Forschungsergebnisse dargestellt, vor allem im IPCC-Bericht.

Florian: Da gab es ja immer so eine Angabe, der Meeresspiegel wird ansteigen um x Zentimeter

Florian: im Jahr, y in dem Modell und so weiter.

Florian: Und das sind natürlich interessante Angaben. Aber wenn wir jetzt wissen,

Florian: dass der Meeresspiegelanstieg 4 mm pro Jahr ist, das ist so die aktuelle Rate,

Florian: die übrigens auch schneller wird, Also auch das beschleunigt sich,

Florian: aber aktuell sind wir bei vier Millimeter pro Jahr.

Florian: Und mit solchen Daten können wir natürlich sagen, okay, das heißt,

Florian: der Meeresspiegel wird im Jahr so und so um, keine Ahnung, sagen wir mal,

Florian: ein Meter höher sein als jetzt.

Florian: Das ist eine relevante Aussage. Aber wenn man wissen will, was das bedeutet

Florian: und vor allem, ob das irgendwie gefährlich ist und Konsequenzen hat,

Florian: dann müsste ich halt auch wissen, wie hoch ist das Meer denn jetzt?

Florian: Also wo steht es denn jetzt? Ja, genau.

Claudia: Wo ist denn jetzt der Stand und was ist in dem Bereich?

Florian: Genau. Ich muss mal wissen, wie ist der aktuelle Stand des Meeresspiegels?

Florian: Weil nur dann kann ich einschätzen, was es bedeutet, wenn er einen halben Meter,

Florian: einen Meter, zwei Meter höher ist als jetzt.

Florian: Und das wissen wir nicht. Wir wissen nicht, wie der Meeresspiegel... Nee, was meinst du?

Claudia: Wir wissen nicht, wie der Meeresspiegel... Der ist auf normal Null.

Florian: Ja, aber das Problem ist, das, was wir wissen, ist tendenziell falsch, sagt eine neue Arbeit.

Florian: Diese neue Arbeit hat festgestellt, dass wir Probleme bei der Datenauswertung haben.

Florian: Also die haben sich ja mal so alle Daten angeschaut und einen großen Teil von

Florian: Daten angeschaut, Datensätzen angeschaut, die eben eine Rolle spielen für so Risikoabschätzungen.

Florian: Wenn ich jetzt irgendwo auf einer Küste lebe oder zuständig bin für eine Küste,

Florian: dann mache ich mir so Risikopläne und alles und Evakuierungspläne und Hazard Impact.

Florian: Assessments, heißt es halt. Ja, und die haben sich halt mal angeschaut,

Florian: was steht da drin, was sind das für Daten, haben die ganzen Datensätze untersucht

Florian: und festgestellt, das stimmt nicht.

Florian: Also nicht, dass es konkret falsch ist, also es ist schon konkret falsch,

Florian: also es ist nicht einfach, dass die Leute da vorsätzlich Blödsinn gemacht haben

Florian: oder sich verrechnet haben, aber die Datenauswertung ist halt kompliziert.

Florian: Es ist nicht einfach so, dass du da hingehen kannst, weil du kannst schon hingehen

Florian: und kannst da irgendwie vor Ort direkt messen, aber so macht man es ja nicht

Florian: Also funktioniert es auch nicht.

Florian: Du hast im Prinzip Satellitendaten, um den Meeresspiegel zu messen und die werden auf ein Geoid bezogen.

Florian: Und Geoid, das ist die Form der Erde. Also ein Modell, das dir sagt,

Florian: welche Form die Erde hat.

Florian: Die ist nicht eine Kugel, die ist nicht eine abgeflachte Kugel,

Florian: die ist ein sehr, sehr komplexes Dingsi. und dieses komplexe Ding,

Florian: sie hat den Namen Geoid bekommen.

Florian: Das ist, wer es kennt, diese berühmte Kartoffel. Also wenn man die Form der

Florian: Erde so stark überzeichnet, dann kommt da so ein buckliges Ding raus,

Florian: das so ein bisschen wie eine Kartoffel ausschaut.

Florian: Darum wird das oft so genannt, die Erdkartoffel. Aber nur wenn man das Ganze

Florian: entsprechend stark überzeichnet.

Florian: Du musst es irgendwie auf diese Referenzform, dieses Referenzgeoid beziehen,

Florian: damit du halt am Ende bei der Datenauswertung wirklich auf den Stand des Meeres

Florian: kommst, auf den Meeresspiegel.

Florian: Das funktioniert aber nur, wenn du auch zusätzliche Faktoren mit berücksichtigst.

Florian: Sowas wie Wind und Meereströmungen und Temperatur und Salzgehalt.

Florian: All das beeinflusst ja den Meeresspiegel.

Florian: Wie gesagt, wenn es wärmer ist, ist er höher als wenn es tiefer ist.

Florian: Salzgehalt und so weiter hat auch einen Einfluss. Je nachdem,

Florian: wo der Wind gerade hinweht, ist das Wasser auch höher und so weiter.

Florian: Das musst du alles entsprechend mit einbeziehen und du musst die Modelle auch

Florian: mit lokalen, wirklich so vor Ort Pegelmessungen kalibrieren.

Florian: Und wenn du das alles nicht machst...

Florian: Sind die Daten falsch ausgewertet. Und das Zweite ist, das habe ich auch nicht

Florian: gewusst, du musst es natürlich wie abgleichen mit der Höhe der Küste.

Florian: Also du hast Meeresspiegelhöhe, Küstenhöhe und so weiter, das musst du abgleichen.

Florian: Und die Höhen von Land und Meer, die werden von verschiedenen Syterniten gemessen,

Florian: zu oft, und die beziehen sich bei ihrer Datenauswertung nicht immer auf dasselbe Geoid.

Florian: Die haben anscheinend unterschiedliche Referenz-Geoide. Und auch das macht natürlich Probleme.

Claudia: Ja, das klingt jetzt schon vom Ansatz her nicht der besten Idee,

Claudia: Aber wahrscheinlich hat das auch eine Geschichte, warum das so ist.

Florian: Möglich, ja. Und jetzt haben wir diese ganzen Datensätze angeschaut und sich

Florian: geschaut, wer wertet das richtig aus, wer verwendet die richtigen Referenzen und so weiter.

Florian: Und haben festgestellt, in mehr als 90 Prozent der untersuchten Studien,

Florian: sind diese beiden Fehlerquellen, also zusätzliche Faktoren und richtige Referenzgeoiden

Florian: verwenden, sind diese beiden Fehlerquellen nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt.

Florian: Und weitere 9% der Studien, die haben die Landhöhendaten und Pegelmessungen

Florian: zwar richtig kombiniert, aber trotzdem beim Abgleich der Daten diverse Sachen

Florian: nicht gemacht, die eigentlich notwendig gewesen wären.

Florian: Und wie gesagt, auch die Arbeit ist frei verfügbar, könnt ihr euch anschauen.

Florian: Da gibt es auch entsprechende Figuren, wo man sich diesen Fehlerkorrekturprozess

Florian: so im Detail anschauen kann.

Florian: Ist ein bisschen so ähnlich wie das, was du in der letzten Folge erzählt hast,

Florian: wo es darum ging, die Waldkarten entsprechend zu kritisieren oder einzuschätzen, ob sie richtig sind.

Florian: Genauso hat man sie auch gemacht. Da hast du auch so Flussdiagramme,

Florian: die genau zeigen, ja, das sind die Datensätze und die haben den Fehler gemacht und so weiter.

Florian: Also auch das ist da drinnen, mache ich jetzt nicht im Detail.

Florian: Aber das Wichtige ist, was heißt denn das jetzt?

Florian: Bisher sind wir davon ausgegangen, dass ungefähr 10 bis 15 Millionen Menschen

Florian: in Gebieten unterhalb des Meeresspiegels leben.

Florian: Also wir haben ja Bereiche, die unterhalb des Meeresspiegels sind.

Florian: Das Niederlande zum Beispiel.

Florian: Da ist sehr viel Land unterhalb des Meeresspiegels und das Meer wird halt durch

Florian: Deiche und andere Strukturen abgehalten.

Florian: Und das ist natürlich die Region, wo es am kritischsten ist,

Florian: wenn der Meeresspiegel ansteigt. Bisher, wie gesagt,

Florian: 10 bis 15 Millionen, wenn man das richtig macht, so wie die in der Studie,

Florian: dann heißt das, es sind zwischen 55 und 100 Millionen Menschen,

Florian: die in Gebieten unterhalb des Meeresspiegels liegen. Das sind deutlich mehr als 10 bis 15.

Claudia: Das ist fast die Größenordnung.

Florian: Wenn du die Maximalwerte nimmst. Und ich zitiere jetzt einen der beteiligten

Florian: Forscher, der in einem Interview gesagt hat, unsere korrigierten Berechnungen zeigen,

Florian: dass bei einem Meter Anstieg gegenüber jetzigen Pegel rund 37% mehr Landflächen

Florian: unter den Meeresspiegeln fallen und 68% mehr Menschen betroffen sind als

Florian: bisher gedacht. Also über ein Drittel mehr Land ist betroffen und fast über

Florian: zwei Drittel mehr Menschen sind betroffen, als man bisher dachte, dass betroffen sind.

Claudia: Das ist so, ja, ich finde jetzt gerade unsere letzte und die Folge passen so

Claudia: gut zusammen, wenn man dann sich alles mal genauer anguckt, das ausrichten,

Claudia: das sind beide Richtungen nicht so schön, wie wir dachten, dass es ist.

Florian: Ja, ja, genau. Und man kann sich das in der Arbeit auch anschauen,

Florian: es ist glaube ich die Abbildung 3, da kann man genau sehen, wo die Unterschiede

Florian: sind, also wo es am schlechtesten eingeschätzt worden ist.

Florian: Aber im Prinzip im Schnitt haben die bisherigen Risikoanalysen den Meeresspiegel

Florian: um 20 bis 30 Zentimeter unterschätzt.

Florian: Und 20 bis 30 Zentimeter ist schon relevant.

Florian: Aber das ist bisher der Schnitt. In manchen Regionen in Südostasien da ist der

Florian: Unterschied ein Meter ungefähr.

Claudia: Dafür ist er bei uns jetzt so in der Ecke.

Florian: Wir sind noch ganz gut dran. Andere Gebiete, wo die Unterschiede groß sind,

Florian: das ist so Lateinamerika, Nordamerika, die Westküste, Karibik,

Florian: Afrika, indisch-pazifische Regionen und so, da ist es eher schlecht eingeschätzt.

Florian: Die geringsten Abweichungen von den realen Pegeln, das sagt die Studie auch,

Florian: die gibt es an den europäischen Küsten.

Florian: Und für die deutschen Küsten, ja, deutsche Gründlichkeit, da stimmen die bisherigen

Florian: Daten, denn in Deutschland gibt es ein sehr, sehr dichtes Pegelmessnetz.

Florian: Und da hat man auch schon den Meeresspiegel- und Höhenmodell.

Florian: Das läuft alles gut in Deutschland, also da gibt es fast keine Abweichungen.

Florian: Und, ich sage es für unsere Hörerschaft dazu, auch die Meereshöhenmessungen

Florian: in Österreich und der Schweiz stimmen.

Florian: 100 Prozent. Da ist kein Fehler drin.

Claudia: Finde ich hervorragend. Ihr gebt euch wirklich Mühe.

Florian: Ja, wir haben da nichts falsch gemessen.

Claudia: Sehr gut.

Florian: Es werden wahrscheinlich auch österreichische und Schweizer Forschende an Arbeiten

Florian: beteiligt gewesen sein, die irgendwo da was falsch gemacht haben,

Florian: weil wir forschen ja trotzdem.

Florian: Aber ja, für Deutschland hat es jetzt keine dramatischen Konsequenzen, diese neuen Studie.

Florian: Aber für die Welt an sich zeigt uns das wieder, ja, erstens mal,

Florian: es ist gut, dass Wissenschaft so funktioniert, wie sie funktioniert,

Florian: dass Leute immer nochmal hinschauen und Meta-Analysen machen und Daten nochmal

Florian: neu auswerten und sich überlegen, kann man an der Auswertung was besser machen,

Florian: kann man da Fehler machen, haben wir Fehler gemacht, also so funktioniert Wissenschaft.

Florian: Es ist gut, dass wir es rauskriegen, aber es ist natürlich schlecht,

Florian: wenn wir rausgekriegt haben, dass wir bis jetzt die Gefahr unterschätzt haben,

Florian: was wir beim Meeresspiegel offensichtlich getan haben.

Claudia: Und dass wir es so unterschiedlich uns verschätzt haben.

Claudia: Also ich finde es ja auffällig, also wahrscheinlich ist es nicht der Fall,

Claudia: aber ich finde es so auffällig,

Claudia: dass wir sind offensichtlich gut im Vorhersagen eurozentrisch und Nordamerikazentrisch,

Claudia: aber so Südhalbkugel und Bereich Richtung Asien und so sind wir nicht so gut

Claudia: und ich weiß nicht, ob das miteinander zusammenhängt,

Claudia: wo die meisten Forschenden sitzen, aber es ist schon auffällig.

Florian: Ja, es ist auffällig, aber ich habe mir auch überlegt, wie ich das gesehen habe.

Florian: Natürlich wird es was damit zu tun haben, mit der globalen Landschaft,

Florian: dass einfach die Forschungslandschaft in Gebieten wie Südamerika,

Florian: Afrika anders aussieht, als sie in Europa aussieht.

Florian: Aber andererseits, wenn du dir die Karte anschaust, das ist in der Abbildung

Florian: 3, wo du siehst, wo es falsch dargestellt wird oder wo es unterschätzt wurde,

Florian: die Gefahr dargestellt.

Florian: Du kannst ja jetzt nicht sagen, okay, du kannst sagen, Europa läuft gut,

Florian: aber du kannst jetzt nicht sagen, das ist jetzt hier ein Problem,

Florian: dass der globale Norden den globalen Süden wieder mal unterschätzt hat,

Florian: weil auch sowas wie die Vereinigten Staaten oder auch sowas wie jetzt Australien,

Florian: das ist ja auch was, dass wir so zum globalen Norden zählen und Australien ist extrem schlecht.

Florian: Also ich würde fast vermuten, dass es da irgendwelche anderen Gründe gibt.

Florian: Vielleicht einfach, dass historisch Europa sehr viel mehr Erfahrung und sehr

Florian: viel vielleicht auch andere Methodiken entwickelt hat, um das Westnetz aufzubauen.

Florian: Weil wenn du jetzt mal von Ländern wie Schweiz und Österreich absiehst,

Florian: Großbritannien, Deutschland, Skandinavien, Frankreich, Spanien,

Florian: Italien, die sind ja alle am Meer.

Florian: Also es ist ja überall ein Meer rundherum in Europa und das ist immer schon

Florian: rundherum und wir haben uns immer schon mit dem Meer beschäftigt.

Florian: Also vermutlich hat das was damit zu tun, dass wir da entsprechende andere Messtraditionen

Florian: vielleicht entwickelt haben, als es andere Länder gemacht haben.

Florian: Das wäre jetzt meine Hypothese.

Claudia: Ja, es könnte natürlich auch an der unterschiedlichen Verteilung von Landmasse versus Wasser liegen.

Florian: Das natürlich auch.

Claudia: Also da ist ja auch auf der Südhalbkugel deutlich mehr Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt.

Florian: Wahrscheinlich hat es auch was mit Population zu tun. Weil wenn du gerade Australien

Florian: anschaust, in Australien kann man jetzt nicht sagen, dass die jetzt eine fundamental

Florian: andere Wissenschaft haben als wir hier in Europa.

Florian: Aber in Europa, da kannst du an der Küste keine fünf Meter gehen,

Florian: ohne dass du eine Stadt hast.

Florian: Und in Australien kannst du wahrscheinlich eine Woche, da kriegst du lange,

Florian: da siehst du nicht mal irgendwas.

Florian: Also vielleicht ist da einfach auch durch die Populationsdichte irgendwie ein

Florian: Unterschied in den Messdaten, Messverfügbarkeit oder sowas.

Claudia: Ja, wahrscheinlich kommen ganz viele dieser Sachen zusammen.

Claudia: Ich finde es aber super interessant. Also das ist noch so ein Nebeneffekt von

Claudia: dem Paper. Ich finde das ein sehr spannendes Paper.

Florian: Ja, fand ich auch. Und auch da wieder sollten wir daraus lernen, dass...

Florian: Die Dinge schlechter sind, als wir gedacht haben, dass wir sind und wir uns

Florian: ein bisschen mehr anstrengen müssten eigentlich, als wir es tun.

Florian: Ich meine, wir müssen uns sowieso mehr anstrengen, als wir es tun,

Florian: weil wir tun ja eigentlich gerade nicht mal wirklich was, kaum was,

Florian: oder kaum was von dem, was nötig wäre.

Florian: Und wenn wir was tun, dann machen wir eigentlich eher Rückschritte.

Florian: Aktuell habe ich das Gefühl, es geht immer nur rückwärts und nicht vorwärts.

Florian: Eigentlich sollte es mit möglichst viel Geschwindigkeit vorwärts gehen.

Florian: Vielleicht müssen wir das so framen, gerade für Deutschland und so.

Florian: Kein Tempolimit beim Klimaschutz, 300 auf die Klima-Autobahn.

Claudia: Ja, aber man muss da mit positiven Botschaften arbeiten, haben wir doch alle gelernt. Okay.

Florian: Und auch hier wieder der Titel der Arbeit heißt Sea Level Much Higher Than Assumed

Florian: in Most Coastal Hazard Assessments.

Florian: Auch da wieder kein Zweifel, kein Fragezeichen. Nein, das ist so. Punkt.

Claudia: Ja. Ach, ich finde es gut, dass sie so klare Titel haben. Aber gleichzeitig

Claudia: muss ich sehr lachen, weil es einfach die Spoiler schlechthin sind.

Claudia: Also ich mag, ich liebe ja Titel von wissenschaftlichen Arbeiten und die machen mir auch Freude.

Florian: Ja, ich bin ja durchaus auch ein Fan von Titeln, die genau das sagen,

Florian: was sie sagen, weil ganz oft sind sie ja sehr, sehr zurückhaltend und geben sie noch dazu Mühe,

Florian: irgendwie nicht zu direkt zu sagen, was sie eigentlich direkt sagen wollen,

Florian: aber die Wissenschaft ist halt zurückhaltend, also es ist sehr erfrischend,

Florian: wenn die Wissenschaft dann mal ihren eigenen Daten auch so vertraut,

Florian: dass sie in Titel das entsprechend so sagt,

Florian: aber aus einem wissenschaftskommunikatorischen Standpunkt ist das halt

Florian: nicht so gut, weil wenn ich die Pointe gleich am Anfang erzähle,

Florian: dann funktioniert die Geschichte halt nicht.

Florian: Aber ja, Wissenschaft ist halt keine Geschichte und keine Pointe.

Florian: Wissenschaft soll so schnell wie möglich zum Punkt kommen und sagen, was ist.

Florian: Und das machen diese beiden Arbeiten sehr, sehr gut. Nur wenn man dann eben

Florian: eine Geschichte daraus erzählen will in einem Podcast, dann ist es halt nicht so gut gleich am Anfang.

Claudia: Denkt doch mal an die armen Leute, die eure Paper kommunizieren müssen.

Claudia: Ja, mit einem Spannungsbuch. Nein, macht weiter wie bisher. Danke.

Florian: Du wirst nicht glauben, was wir herausgefunden haben. Fika 3 wird dich überraschen.

Claudia: Bleib dran bis Minute 37.

Florian: Genau. Das waren meine beiden Geschichten über Dinge, von denen wir dachten,

Florian: dass sie nicht so schlimm sind, die sich aber halt schlimm herausgestellt haben.

Claudia: Hervorragend. Ich würde jetzt super gerne einen Ausblick geben auf die nächste

Claudia: Folge und was Positives berichten.

Claudia: Aber ich bin jetzt in deiner früherigen Position. Erstens, ich weiß noch gar

Claudia: nicht, worüber ich nächste Folge reden werde.

Claudia: Und zweitens, wahrscheinlich finde ich nichts Positives. Ich gucke mal,

Claudia: vielleicht finde ich ja doch was Positives.

Claudia: Oder wenigstens was Amüsantes. Vielleicht finde ich was mit Humor.

Florian: Mit Humor. Haben wir nicht bald Ostern? Wir könnten mal eine Osterfolge machen.

Claudia: Was ist denn eine Osterfolge? Da höre ich direkt Eier.

Florian: Nee, Ostern ist schon vorbei. Entschuldigung, Entschuldigung.

Florian: Ist schon durch. Ich packe ihn gerade.

Claudia: Ja, und außerdem höre ich dann direkt Eier und dann kriege ich Probleme mit

Claudia: unserem Bundeskanzler. Das ist gerade ein ganz heißes Thema.

Claudia: Ja, ich rede nicht über Eier.

Florian: Dann machen wir das nicht.

Claudia: Ich suche was mit Humor. Ich suche was mit Humor. Da sind wir Deutschen nicht

Claudia: so gut drin, aber ich suche was.

Claudia: Genau, und ansonsten sind wir jetzt quasi, ich meine, warte,

Claudia: wann kommt diese Folge raus?

Florian: Diese Folge erscheint am 13.04.

Claudia: Das heißt, wir sehen uns quasi in ein paar Tagen zur Preisverleihung.

Florian: Genau.

Claudia: Das ist doch schön. Das ist, finde ich, eine gute Aussicht. Also wenn ihr uns

Claudia: jetzt in den nächsten Tagen schreibt und uns Feedback geben möchtet zur Folge,

Claudia: dann erwischt ihr uns in einer guten Laune.

Claudia: Schreibt uns gerne was, was dazu passt. Das freut uns. Aber ihr dürft uns natürlich

Claudia: auch gerne alles andere schreiben.

Claudia: Gerne per E-Mail an uns oder unter die Folge kommentieren hier.

Claudia: Ja, wir freuen uns sehr, dass ihr nicht nur zuhört, sondern auch dafür sorgt,

Claudia: dass wir Preise kriegen. Ich bin immer noch ein bisschen überwältigt.

Florian: Ja, wer die letzte Folge nicht gehört hat, wir haben den Preis der österreichischen

Florian: Forschungsgemeinschaft bekommen

Florian: für Wissenschaftsjournalismus für unsere Podcast-Berichterstattung

Florian: zum zweiten österreichischen Sachstandsbericht zur Klimakrise.

Claudia: Gratulationswünsche bitte an Podcast Ettersklima.fm.

Florian: Vielen Dank. Die Preisverleihung wird am 17. April stattfinden,

Florian: also jetzt dann gleich, da werden wir uns freuen. und oh, das wird dann,

Florian: da hätte ich mir mehr Mühe geben müssen, weil diese Folge wird jetzt die Folge

Florian: sein, die alle hören, die erst durch die Preisverleihung auf uns aufmerksam geworden sind.

Claudia: Oh, du meine Güte. Ja, hallo. Ja, da hätten wir jetzt was mit Humor machen sollen.

Florian: Ja, oh.

Claudia: Na, ist okay, komm.

Florian: Ja, es ist so, wie es ist. Wenn ihr den Podcast hört, so ist ja, kann man nichts machen.

Claudia: Ja, genau. Wir sind nicht immer Sunny News, aber wir freuen uns,

Claudia: dass ihr hier seid. Egal, ob ihr schon ganz lange dabei seid, dann,

Claudia: Oder ob wir ganz neu dabei sein.

Florian: Genau.

Claudia: Wir freuen uns und wir freuen uns vor allem, wenn Leute uns zuhören,

Claudia: uns schreiben, ihr Feedback geben.

Claudia: Wenn ihr irgendwas an Themen wünschen habt, dürft ihr uns auch gerne die schreiben.

Claudia: Und wir hoffen, dass ihr uns dann weiter zuhört und hören uns in zwei Wochen. Genau.

Florian: Bis es soweit ist. Habt eine schöne Zeit und wir hören uns. Bis dann. Tschüss.

Claudia: Tschüss.

Claudia: Ach ja, jetzt muss ich ja gar nicht mehr so viel sagen. Das finde ich ja gut.

Claudia: Aber jetzt muss ich erst trotzdem noch den Sendungsplan aufmachen.

Florian: Ach, das steht ja nicht viel drin. Also kannst du auch zulassen.

Claudia: Ja, ich brauche den Text, sonst habe ich gar nicht was sagen sollen.

Claudia: Ich halte mich daran fest. Ach, guck, ja. Die Titel der Paper sind schon nicht positiv.

Florian: Ja, die sind eher nicht. Eigentlich wollte ich sie da eh nicht sagen,

Florian: weil die ja alle schon alles verraten, um was es geht. Ich vergesse es wieder.

Claudia: So, als hätte ich nie was gehört.

Florian: Okay.

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